EM: DFB-Team vor Portugal unter Druck - Diskussion um Londoner Final-Aus

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Einen Tag vor dem zweiten Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft gegen Portugal hat Bundestrainer Joachim Löw in den Angriffsmodus umgeschaltet. "Taktisch müssen wir schon etwas anderes ins Spiel reinbringen, das heißt mehr Offensivkraft", sagte der 61-Jährige am Freitag auf der Pressekonferenz in München. Dabei ließ er offen, ob es auch personelle Wechsel geben wird. "Taktische Änderungen kann man mit der gleichen Formation durchführen, man kann aber auch einige Wechsel vornehmen", betonte Löw.

Nach dem 0:1 gegen Frankreich zum Auftakt benötigt das Team des Deutschen Fußball-Bundes im Duell mit dem Titelverteidiger an diesem Samstag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) ein Erfolgserlebnis. "Mit dem Druck können alle umgehen. Den kenne ich seit 15 Jahren. Der Druck wird uns nicht erdrücken", sagte Löw.

Unterdessen haben Berichte über ein mögliches Final-Aus von London für Aufregung gesorgt. Einem Bericht der britischen "Times" vom Freitag zufolge soll die Europäische Fußball-Union Ausnahmen von den strikten Corona-Regeln für VIP-Gäste fordern und darüber in Verhandlungen mit dem Ausrichter stehen. In Großbritannien breitet sich derzeit die in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus rapide aus und treibt trotz hoher Impfquote die Zahl der Neuinfektionen deutlich in die Höhe.

Die UEFA kommentierte die Diskussionen um eine eventuelle Verlegung von Halbfinals und Endspiel nach Budapest zurückhaltend, aber auch mit dem Satz: "Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die Finalwoche in London ausgerichtet wird." In Wembley sind in der kommenden Woche zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli das Endspiel steigen sollen.

Beim zweiten deutschen Vorrundenspiel in München intensivieren die EM-Organisatoren ihre Bemühungen um die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen, insbesondere die Maskenpflicht im Stadion. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird das Spiel verfolgen, jedoch nicht in der Arena. Vielmehr mahnte die Regierungschefin vor Leichtsinn in der Corona-Pandemie. Es sei schön, dass in München wieder 14 000 Fans dabei sein könnten. "Aber wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas, dann bin ich ein bisschen skeptisch, ob das jetzt schon die richtige Antwort auf die augenblickliche Situation ist", sagte die Kanzlerin.

Unterdessen hat Schweden gute Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde. Die Skandinavier gewannen dank eines verwandelten Foulelfmeters des Leipzigers Emil Forsberg mit 1:0 (0:0) gegen die Slowakei. Mit vier Punkten führen die Schweden zumindest vorübergehend die Gruppe E an.

In der Gruppe D kommt Kroatien in die Bredouille. Der WM-Zweite kam gegen Tschechien nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und muss ums Achtelfinale bangen. Der ehemalige Bayern-Spieler Ivan Perisic verhinderte die zweite Niederlage nach dem
0:1 gegen England. Für Tschechien traf der Leverkusener Patrik Schick per Foulelfmeter. Im zweiten Spiel der Gruppe trennten sich Abend in London England und Schottland 0:0. Tschechien und England führen mit je vier Punkten die Tabelle an.

Einen Tag nach dem 1:2 gegen Belgien gab es frohe Kunde aus dem dänischen Lager. Sechs Tage nach seinem dramatischen Zusammenbruch verließ Christian Eriksen das Krankenhaus. Anschließend besuchte der 29-Jährige das Nationalteam und reiste dann weiter zu seiner Familie. Es gehe ihm "den Umständen entsprechend gut", sagte der Mittelfeldspieler von Inter Mailand./mkl/DP/zb

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