Evonik: Biontech wird schneller beliefert – Erste Lipide auf dem Weg

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Evonik: Biontech wird schneller beliefert – Erste Lipide auf dem Weg

Der Spezialchemiekonzern ist mit dem Ausbau der Lipid-Produktion für den Corona-Impfstoff von Biontech schneller vorangekommen als geplant. Die Anlagen am Standort Hanau seien aufgebaut und erste Lipide würden ausgeliefert, teilte der Essener Konzern am Donnerstag mit. Ursprünglich war die Herstellung größerer Mengen erst für das zweite Halbjahr avisiert worden. Bei den Arbeiten am Standort in Dossenheim kommt der Konzern laut einer Sprecherin gut voran, hier soll die Produktion weiterhin im zweiten Halbjahr starten.

Evonik stellt zwei verschiedene Lipide her, die zusammen mit anderen dieser fettartigen Moleküle den Botenstoff des mRNA-Vakzins Comirnaty in eine Nanohülle einschließen. Erst das ermöglicht es, den Wirkstoff von Biontech und seinem US-Partner Pfizer an der richtigen Stelle im Körper freizusetzen. Nur so kann die Impfung ihre Wirkung entfalten.

Aktuell bauen viele Zulieferer und Hersteller der verschiedenen Corona-Vakzine ihre Kapazitäten aus. Denn der beispiellose Bedarf bringt die Industrie an ihre Kapazitätsgrenzen. „Impfstoffhersteller und Zulieferer berichten zunehmend über Engpässe bei Roh- und Verpackungsmaterial und Ausrüstung“, hatte die Denkfabrik Chatham House im März berichtet.

Sie hatte ein Treffen mit Vertreter der Industrie, von Verbänden und der UN-Impfinitiative Covax organisiert, um Lösungen zu suchen. In einem Strategiepapier, das bei dem Treffen diskutiert wurde, heißt es, größere Produktionsmengen seien durch Effizienzsteigerungen in den bestehenden Fabriken, dem Umbau bestehender älterer Fabriken für die Herstellung der neuen Stoffe und den Bau neuer Fabriken nötig.

In Deutschland können aktuell nur wenige Unternehmen die benötigten Lipide herstellen. Auch der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA versorgt Biontech mit diesen Stoffen und will die Liefermengen steigern.

Evonik arbeitet schon lange mit der Pharmaindustrie zusammen. Neben der Produktion von Hilfsstoffen entwickelt der MDax-Konzern Kombinationen von Hilfsstoffen und Wirkstoffen, sogenannte Formulierungen. Zudem stellt Evonik klinische Prüfmuster her.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: Tobias Arhelger / shutterstock.com

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