NordLB kehrt in Gewinnzone zurück - "Wir bleiben vorsichtig"

Reuters

Berlin (Reuters) - Die NordLB ist trotz Umbau in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

NordLB kehrt in Gewinnzone zurück - "Wir bleiben vorsichtig"

"Wir sind operativ gut unterwegs", sagte der scheidende NordLB-Chef Thomas Bürkle am Donnerstag. Der Vorsteuergewinn der Hannoveraner Landesbank lag nach neun Monaten bei 113 (Vorjahr: minus 73) Millionen Euro, unter dem Strich belief sich das Ergebnis auf 122 (VJ: minus 70) Millionen Euro. Die Bank profitiere von der konjunkturellen Erholung und der Konzernumbau sei sehr weit vorangekommen, erklärte Bürkle. Sollte der zuletzt positive Trend anhalten, "rechnen wir für das Gesamtjahr 2021 mit einem positiven Konzernergebnis". Dennoch sei die NordLB immer noch im Umbruch. "Daher bleiben wir beim Blick nach vorn vorsichtig."

Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) befindet sich auf Schrumpfkurs. Sie musste Ende 2019 wegen fauler Schiffskredite von ihren Eignern mit insgesamt 3,6 Milliarden Euro gerettet werden. Die Landesbank soll nun kleiner und regionaler werden und trennt sich vom Schiffsgeschäft. Faule Schiffskredite sanken in den ersten neun Monaten auf rund 300 Millionen Euro und sollen bis Jahresende ganz abgebaut sein. Die Bilanz schrumpfte um rund acht Prozent auf 117 Milliarden Euro. Zielmarke bis 2024 sind hier 110 Milliarden Euro. Die in etwa geplante Halbierung der Jobs auf rund 3000 Beschäftigte kommt ohne Kündigungen aus. Der Personalstand lag zuletzt bei knapp 4400.

Das Zinsergebnis fiel bis September - wegen der Schrumpfung der Bank und des Abbaus von Kreditportfolios - um 15 Prozent auf 651 Millionen Euro. Die NordLB senkte die Verwaltungskosten leicht und konnte 42 Millionen Euro mehr Risikovorsorge auflösen als sie neu bilden musste. "Die NordLB steht besser da, als es der bloße Blick auf manche Kennzahl zuletzt suggeriert hat", betonte Bürkle. Er scheidet Ende des Jahres aus und übergibt den Chefposten an den ehemaligen HypoVereinsbank-Vorstand Jörg Frischholz.

Derweil erhöht sich künftig der Anteil von Mehrheitseigner Niedersachsen von 55,15 auf 56,76 Prozent. Denn im Zuge der Kapitalspritze muss die Bank für Garantien des Landes Gebühren zahlen. Diese wiederum steckt Niedersachsen zurück in das Institut, um das Eigenkapital zu stärken. "Die Bank steht stabil da und hat eine gute Kapitalquote", sagte Landesfinanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers mit Blick auf die harte Kernkapitalquote von 15,8 Prozent.

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