ROUNDUP: Rote Zahlen beim Pressenhersteller Schuler - Stellenabbau in Erfurt

dpa-AFX · Uhr

GÖPPINGEN/ERFURT (dpa-AFX) - Die Folgen des Strukturwandels in der weltweiten Automobilindustrie und hohe Zukunftsinvestitionen haben beim Pressenhersteller Schuler zu starken Einbußen geführt. Im Erfurter Werk sollen den aktuellen Planungen nach über einen Zeitraum von drei Jahren Stellen im mittleren zweistelligen Zahlenbereich abgebaut werden, wie der stellvertretende Pressesprecher Simon Scherrenbacher auf Anfrage am Mittwoch mitteilte. Aktuell sind in dem Werk mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Zuvor hatte das Unternehmen am seinen Konzernhauptsitz im baden-württembergischen Göppingen seine Jahreszahlen vorgelegt. Demnach sank das Konzernergebnis 2019 von plus 13,5 Millionen auf minus 121,9 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) betrug das Minus 75,5 Millionen Euro (gegenüber einem Gewinn von 45,3 Millionen Euro im Jahr 2018).

Der weltweit agierende Anbieter von Technologien in der Umformtechnik

- maßgeblich für die Produktion von Karosserien und Zulieferteilen -

verwies auf die 2019 in Angriff genommene Neuausrichtung des Konzerns. Dies habe hohe Einmal-Belastungen verursacht. Der Umsatz sank von 1,212 auf 1,136 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ging von 1,255 auf 1,092 Milliarden Euro zurück. Damit schnitt Schuler eigenen Angaben zufolge "deutlich besser" ab als die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie insgesamt.

Die Zahl der Beschäftigten ging konzernweit auf 6276 (6574 im Vorjahr) zurück, in Deutschland auf 3962 (4195). Finanzchef Thomas Kamphausen sagte, mit spürbaren Kostenentlastungen werde ab 2021 gerechnet. Mögliche Folgen des Coronavirus für Umsatz und Ergebnis ließen sich derzeit noch nicht abschätzen. Schuler gehört seit 2013 zur österreichischen Maschinenbau-Gruppe Andritz ./bur/DP/eas

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