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Wie wird das Börsenjahr 2020? Das Stimmungsbild ist nicht sonderlich optimistisch – Keine atemberaubenden Prognosen für den Dax

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Wie wird das Börsenjahr 2020? Das Stimmungsbild ist nicht sonderlich optimistisch – Keine atemberaubenden Prognosen für den Dax

Das Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und der Blick der Marktbeobachter auf 2020 ist größtenteils von Sorge bestimmt. Zunächst wird es im laufenden Jahr mit dem Termin am 15. Dezember noch einmal entscheidend für die Märkte, da an diesem Datum – Stand jetzt – die US-Strafzölle gegen diverse chinesische Waren noch einmal verschärft werden sollen. Eine Einigung im Zwischendeal, der auch diese Zölle betreffen soll, ist bisher, trotz der immer wieder hoffnungsgebenden Impulse aus dem Umfeld der Verhandlungen, nicht erzielt worden.

Im nächsten Jahr dürften die Unsicherheiten weitergehen, da, unabhängig von einem erzielten oder nicht erzielten Phase-1-Deal, der langfristige wirtschaftliche Streit zwischen den beiden Großmächten weitergehen wird. Die fundamentalen Streitpunkte sind tiefgreifend und der Phase-1-Deal umfasst nur einige wenige Klärungspunkte. Auch die schwächelnde Weltkonjunktur, sowie die expansive Notenbankpolitik mit all ihren negativen Auswikrungen, beispielsweise auf den Bankensektor, bleiben natürlich weiter bestehen. Ein Blick aufs internationale Stimmungsbild und die Erwartungen in Deutschland speziell an den Dax:

Unsicherheit im Fonds-Sektor

Knock-Outs zum DAX

Kurserwartung
DAX-Index wird steigen
DAX-Index wird fallen
Höhe des Hebels
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Das Ergebnis einer jährlichen, vom Vermögensverwalter Natixis Global Asset Management in Auftrag gegebenen, Studie zeigt, dass fast die Hälfte aller großen Investmentfonds der Welt, wie Pensionskassen, Stiftungen und Versicherungsunternehmen, davon ausgehen, dass der Aktienmarkt ihrer Meinung nach im Jahr 2020 einer Korrektur unterliegen wird. Das Ergebnis der Umfrage ist ein weiterer Anstieg der Skepsis gegenüber dem Vorjahr.

Andrew Benton, Nordeuropa-Chef von Natixis Investment Managers, sagte, dass Großinvestoren „eine globale Abschwächung eher früher als später erwarten“, aber „trotz der Erwartung einer Rezession Unsicherheit herrscht und sie bisher davon abhält, umfassende Änderungen im Portfolio vorzunehmen und eine abwartende Haltung einnehmen lässt“. Laut Natixis umfasste die Umfrage, die im Oktober und November vom Meinungsforscher CoreData durchgeführt wurde, Antworten von Fonds aus 29 Ländern in Nord- und Südamerika, Großbritannien, Kontinentaleuropa, Asien und dem Nahen Osten.

Laut einer weiteren Studie der National Association for Business Economics erwarten 72 Prozent der Ökonomen in den USA eine Rezession bis Ende 2021. Bei der US-Bank Goldman Sachs ist das Bild der Kunden noch pessimistischer. Laut Alison Mass, Leiterin des Investment Banking bei Goldman Sachs, die dies in einem Interview mit Bloomberg TV verlauten lies, rechnen alle institutionellen Kunden der Bank mit einem Rückgang an den Märkten und würden über Schutzmaßnahmen nachdenken und bereits ergreifen, um das Risiko einzugrenzen. „Jeder unserer Kunden ist darauf ausgerichtet, auf eine Rezession vorbereitet zu sein.“ Die Bloomberg-Prognose für das Eintreten einer Rezession im nächsten Jahr liegt bei 33 Prozent, während Goldman von einer 20 prozentigen Chance ausgeht.

UBS optimistischer für Ende 2020

Die Großbank UBS blickt etwas optimistischer auf das kommende Jahr und sieht vor allem in der zweiten Jahreshälfte Chancen auf Entspannung. Adrian Zürcher, APAC-Leiter Asset Allocation beim Chief Investment Office von UBS Global Wealth Management, rechnet mit einer Erholung des globalen Wachstums in Q3 und besonders im Q4 2020, wenn der Handelskrieg zwischen China und den USA nachlässt und die Geldpolitik der Zentralbanken ihre Wirkung entfaltet. „Es gibt viel Nebel um den Handel, der unsere Prognose für das Wirtschaftswachstum beeinflusst“, sagte Zürcher am Donnerstag gegenüber CNBC. Die Zölle, die sich die USA und China gegenseitig auferlegt haben, gehören zu den „Hauptrisiken“, die die Bank derzeit sehe. „Wir sehen, dass sich die US-Wirtschaft tatsächlich verlangsamt hat, und wir sehen eine relativ gute Chance, dass es zu einem ersten Geschäft kommt und die Dezember-Zölle möglicherweise gestrichen oder sogar entfernt werden. Das sollte gut genug sein, damit sich die Wirtschaft langsam erholt.“

Und der Dax?

Auch in Deutschland mischen sich sorgenvolle Töne in die Ausblicke für 2020. Die Commerzbank beispielsweise hat ein „bewusst konservatives“ Ziel für den Leitindex von 13.700 Punkten gesetzt. Konkret erwarten die Commerzbank-Analysten, dass weiter gegenläufige Kräfte auf die Konjunktur wirken und somit negativ auf die Stimmung der Anleger drücken dürften. Die weiter lockere Geldpolitik sowie ein Waffenstillstand an der Handelsfront könnten jedoch für positive Impulse sorgen. Die Deutsche Bank ist leicht optimistischer und gibt ein Kursziel für den Dax von 14.000 Punkten aus.

Die DZ Bank ist da negativer. DZ-Chefanlagestratege Christian Kahler sagte jüngst in einem Interview mit dem Handelsblatt, dass sich das Gewinnwachstum vor allem der US-Unternehmen weiter abschwächen dürfte. Bei Dax-Unternehmen rechnet er mit einem Potenzial von 5 bis 6 Prozent. Für den Dax sollte das Jahr 2020 jedoch „volatil schwankend“ werden und daher sieht er das Kursziel bis Ende des nächsten Jahres bei nur 13.200 Punkten, also kaum höher als momentan.

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwarten für 2020 ebenfalls keine weitere Kursrallye, LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert nannte zuletzt gegenüber der FAZ ein Dax-Kursziel von 13.500 Punkten. 2020 betrachte man als Übergangsjahr, der US-Präsidentschaftswahlkampf dürfte für Volatilität sorgen. Für gesetzt sehe man eine weiter lockere Geldpolitik der EZB und auch der US-Notenbank FED.

onvista-Redaktion

Titelfoto: KeemMiDo / Shutterstock.com

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