-19 % bei der Netflix-Aktie nach Q4-Schock: Buy the Dip?!

Fool.de · Uhr

Bei der Netflix-Aktie kam das Zahlenwerk für das vierte Quartal nicht besonders gut an. Im späten Handel haben die Anteilsscheine zwischenzeitlich mehr als 19 % eingebüßt. Spannend wird, wie sich der Aktienkurs zum Handelsbeginn entwickelt.

Aber wir Fools interessieren uns eher für eine andere Frage: Ist der Abverkauf bei der Netflix-Aktie gerechtfertigt oder übertrieben? Blicken wir auf das Zahlenwerk und insbesondere die Prognosen, die schwach erschienen. Eine Antwort dürften wir allemal finden.

Netflix-Aktie: Der Grund für den Crash!

Bei der Netflix-Aktie hat es ein Quartalszahlenwerk gegeben, das eigentlich im Rahmen lag. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 16,0 % auf 7,7 Mrd. US-Dollar. Mit einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,33 US-Dollar konnte der Streaming-Platzhirsch sogar die Erwartungen übertreffen. Beide Kennzahlen sind nicht rekordverdächtig, aber solide.

Allerdings ist es die Nutzerentwicklung, die die Investoren besorgt hat. Das Management der Netflix-Aktie kann für das vierte Quartal ein Nettonutzerwachstum von 8,28 Mio. Abonnenten vorweisen. Problematisch ist, dass im ersten Quartal gemäß der Prognose lediglich 2,5 Mio. Abonnenten dazukommen sollen. Hier hat der breite Markt auf mehr gehofft und auch der Umsatz soll um lediglich 10,3 % klettern. Trotz Preiserhöhung, wohlgemerkt. Das scheint einfach zu wenig zu sein.

Immerhin sagt die Ergebnisprognose für das erste Quartal, dass die Netflix-Aktie auf ein Ergebnis je Aktie von 2,86 US-Dollar kommen soll. Mit einem Nettoergebnis von 1,3 Mrd. US-Dollar würde das Zahlenwerk dann zumindest profitabler ausfallen. Entscheidend ist jedoch auch, dass der freie Cashflow positiver wird, der mit einem Minus von 569 Mio. US-Dollar auf weiteren Mittelabfluss hindeutete. Für das Geschäftsjahr 2022 prognostiziert das Management jedoch auch hier insgesamt positive Vorzeichen und schwarze Zahlen.

Licht und Schatten … oder nur Schatten?

Die Frage bei diesem Zahlenwerk ist daher: Gibt es Licht und Schatten oder doch nur Schatten? Das sich verlangsamende Nutzerwachstum ist natürlich ein Problem. Aber es kann nach einem soliden Vorweihnachtsquartal womöglich erneut auf ein kurzfristig nachlassendes Momentum nach fast zwei Jahren Pandemie geschoben werden. Trotzdem zeigt sich hier, dass sich der Streaming-Markt vielleicht in einer inzwischen reiferen Phase im Wachstumsmarkt befindet.

Wichtig dürfte in Zukunft auch sein, dass das Management der Netflix-Aktie positive Ergebnisse und einen freien Cashflow erwirtschaftet. Profitabilität kann ein erfolgsentscheidendes Merkmal sein. Aber im Zweifel gilt auch: Die Intaktheit der Wachstumsgeschichte misst sich momentan an der Nutzerentwicklung und die ist, so die Prognose, eher mau. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen, aber in den kommenden Quartalen hat das Management weiterhin eine Menge zu beweisen.

Ob man den Dip bei der Netflix-Aktie daher kaufen sollte, ist nicht so einfach zu beantworten. Im Kern geht es um die längerfristige Frage, ob das Wachstum auch mit Blick auf die Konkurrenz weiter anziehen kann. Und wie schnell und wie hoch mittel- bis langfristig die Profitabilität ausfällt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

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