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Aktien Frankfurt Ausblick: Leicht im Minus vor Fed-Sitzung

dpa-AFX · Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Tag einer voraussichtlich weiteren Zinserhöhung in den USA dürften sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt bedeckt halten. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,26 Prozent auf 14 003 Punkte. Nachhaltig die runde Marke von 14 000 Punkten hinter sich zu lassen fällt dem Dax derzeit schwer. Der EuroStoxx 50 wird am Mittwoch knapp im Plus erwartet.

Die US-Notenbank Fed wird den Leitzins an diesem Mittwoch wegen der hohen Inflation wahrscheinlich in einem großen Schritt um 0,5 Prozentpunkte auf die Spanne von 0,75 bis 1,0 Prozent anheben, glauben Marktteilnehmer. Es wäre der zweite Zinsschritt in Folge, nach einer Anhebung um 0,25 Punkte im März.

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Die hohe Inflation mache den Notenbanken das Leben schwer und zwinge sie, die Zinssätze schneller anzuheben, schrieb Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Aktien verlieren bei steigenden Zinsen tendenziell in der Gunst der Investoren, höher rentierende Anleihen werden hingegen attraktiver. Zudem verteuern sich die Finanzierungskosten der Unternehmen, was die Gewinne zu schmälern droht.

"Spannend wird, wie Fed-Chef Jerome Powell den überraschenden Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal kommentieren wird", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Bislang sei vollkommen offen, ob das Schrumpfen der US-Wirtschaft die Zinserwartung der Fed-Mitglieder verändere oder nicht, so der Portfolio-Manager.

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Zur Sache geht es zur Wochenmitte auch in der Berichtssaison. Aus dem Dax veröffentlichten der Gesundheitskonzern Fresenius SE und dessen Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) , der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers , der Versicherer Hannover Rück sowie Volkswagen ihre Quartalszahlen. Dazu kommen viele Quartalsberichte von Unternehmen aus den Reihen hinter dem Dax.

Siemens Healthineers erhöhte nach einem robusten Jahresviertel seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr erneut. Die Titel gewannen vorbörslich auf Tradegate 0,7 Prozent zum Xetra-Schluss. Der Corona-Rückenwind dürfte nun aber nachlassen, sagte ein Händler. Fresenius notierten 1,5 Prozent höher. Ein Börsianer sagte, die Zahlen seien auf den ersten Blick besser als erwartet, aber der Weggang der Finanzchefin trübe das Bild.

Besser als befürchtet lautete am Markt auch die erste Einschätzung zu Teamviewer . Dem Aktienkurs des auf Fernwartung spezialisierten Softwareanbieters sollte dies wieder etwas auf die Sprünge helfen, hieß es. Vorbörslich notierten die Papiere auf Tradegate denn auch 4,7 Prozent höher verglichen mit ihrem Xetra-Schluss.

Um 7,5 Prozent nach unten rauschten dagegen auf Tradegate die Titel des IT-Dienstleisters Cancom . Das erste Quartal sei sehr enttäuschend verlaufen, merkten dazu die Analysten von Jefferies an.

Klöckner & Co verdiente im abgelaufenen Quartal unter dem Strich doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Wegen der hohen Stahlpreise bleibt der Stahlhändler vorerst optimistisch. Auf Tradegate gewannen die Anteile fast drei Prozent zum Xetra-Schluss./ajx/eas

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