dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 16.06.2022 - 15.15 Uhr

dpa-AFX · Uhr

ROUNDUP/Betrugsverdacht: McDonald's zahlt in Frankreich 1,25 Milliarden

PARIS - Die Fast-Food-Kette McDonald's zahlt in Frankreich die Summe von 1,25 Milliarden Euro, um Ermittlungen wegen Steuerbetrugs zu entgehen. Der Präsident des Gerichtshofs von Paris habe die entsprechende Abmachung zwischen der Finanzstaatsanwaltschaft und McDonald's in Frankreich am Donnerstag gebilligt, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris mit. Die seit 2016 wegen des Verdachts des Steuerbetrugs geführten Ermittlungen würden damit eingestellt. Die französische Justiz verdächtigt McDonald's, seine Gewinne in Frankreich durch Lizenzgebühren an seine europäische Muttergesellschaft in Luxemburg künstlich gemindert zu haben.

Volkswagen: Vorverkauf des neuen E-Bullis ID.Buzz läuft gut an

HANNOVER - Wenige Monate vor der Markteinführung des ID.Buzz, dem Nachfolger des beliebten VW -Bullis, meldet der Autobauer eine ordentliche Nachfrage. Es gebe bisher eine "gute Anzahl an Vorbestellungen" für den ID.Buzz, sagte Unternehmenssprecher Tobias Salzmann am Rande einer Werksführung in Hannover am Donnerstag. Eine genaue Zahl nannte er nicht. Die Markteinführung in Europa ist für Herbst geplant, im Mai lief bereits der Vorverkauf an. Bis Ende dieses Jahres sollen rund 15 000 Fahrzeuge des vollelektrischen Bullis verkauft werden.

'Dieselgate'-Verfahren: Anwälte gegen Vernehmung von Staatsanwälten

BRAUNSCHWEIG - Im ersten großen Betrugsprozess zur Dieselaffäre bei Volkswagen hat die Verteidigung Pläne des Gerichts zur Verfahrensbeschleunigung durchkreuzt. Mit mehreren Anträgen wehrten sich die Anwälte am Donnerstag im Braunschweiger Landgericht vehement gegen die geplante Vernehmung von Staatsanwälten als Zeugen. Die Verteidigerin eines angeklagten Ex-Topmanagers warf den Strafverfolgern zudem eine "inakzeptable" Vorgehensweise vor. Sie sagte: "Zeugen sind unangemessen unter Druck gesetzt worden".

EuGH-Urteil: Computer-Zulieferer müssen Millionenstrafe zahlen

LUXEMBURG - Sony , Toshiba und andere Technikhersteller müssen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs eine Millionenstrafe zahlen. Zwar wurde ein Beschluss der EU-Kommission über das Bußgeld in Teilen für nichtig erklärt, dies hat jedoch keine Auswirkung auf die Strafhöhe, wie aus einer Mitteilung des Gerichts vom Donnerstag hervorgeht. Insgesamt müssen die betroffenen Unternehmen 116 Millionen Euro Strafe zahlen.

Ferrari will bis 2026 deutlich mehr verdienen - Dann überwiegend Elektrifizierte

MARANELLO - Der Luxussportwagenbauer Ferrari strebt in den kommenden Jahren eine deutliche Erhöhung seines operativen Gewinns an. So soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bis 2026 auf 2,5 bis 2,7 Milliarden Euro anwachsen, wie das Unternehmen am Donnerstag anlässlich einer Investorenveranstaltung in Maranello mitteilte. Im vergangenen Jahr haben die Italiener ein operatives Ergebnis von 1,5 Milliarden Euro erzielt.

Suez-Übernahme: Veolia bietet Verkauf von britischem Entsorgungsgeschäft an

AUBERVILLIERS/LONDON - Der französische Entsorger Veolia will mit einem Verkauf des britischen Entsorgungsgeschäfts die Bedenken von Wettbewerbsbehörden rund um die Übernahme des Konkurrenten Suez zerstreuen. Diese drastische Entscheidung sei eine Reaktion auf die Unnachgiebigkeit der Aufseher, teilte Veolia am Donnerstag mit.

Weitere Meldungen

-Playmobil-Mutter leidet unter hohen Kosten und Einschränkungen
-Brand auf russischem Gasfeld - Unternehmen gibt Entwarnung
-ROUNDUP: FDA-Berater empfehlen Corona-Impfstoffe für kleinere Kinder
-Aufseher: Beide Großbanken haben Kapitalposition verbessert
-Roche erleidet weiteren wichtigen Forschungsrückschlag
-Acea: Erneut weniger Pkw-Neuzulassungen
-Insolventer Airport Hahn will auch im Juli Flugbetrieb fortführen
-Roche erhält FDA-Notzulassung für Corona-PCR-Test

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/stk

Meistgelesene Artikel