Britischer Notenbankchef nennt Wetten auf Zinswende 2024 "nicht unvernünftig"

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London (Reuters) - Der britische Notenbankchef Andrew Bailey hat Spekulationen über eine Zinswende im laufenden Jahr neue Nahrung gegeben.

Es sei von den Finanzmärkten "nicht unvernünftig", von einer geldpolitischen Lockerung auszugehen, sagte er am Dienstag vor dem Finanzausschuss des Unterhauses. Doch wolle er keine Vorhersage machen, wann und wie stark der Leitzins gesenkt werden könnte. Zugleich sieht der Notenbankchef trotz des Rückgangs der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2023 um 0,3 Prozent Grund zu Optimismus: "Wir glauben, dass die Wirtschaft bereits deutliche Anzeichen eines Aufschwungs zeigt", betonte der Chef der Bank of England (BoE).

Auch BoE-Vizegouverneur Ben Broadbent sagte, es sei möglich, dass die Notenbank die Zinsen im laufenden Jahr senken werde. Allerdings hänge dies davon ab, wie sich die Wirtschaft entwickle.

Die Zentralbank strebt einen nachhaltigen Rückgang der Inflation in Richtung ihres Ziels von zwei Prozent an und hat dabei bereits Fortschritte erzielt: Die Jahresteuerungsrate lag im Januar wie bereits im Dezember bei durchschnittlich 4,0 Prozent. Ende 2022 war sie mit 11,1 Prozent noch so hoch wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr.

Die BoE hat sich gegen den Preisauftrieb gestemmt und den Leitzins auf 5,25 Prozent nach oben getrieben. Seit September hält sie still. Der nächste Zinsentscheid steht am 21. März an.

(Bericht von David Milliken and Suban Abdulla, geschrieben von Reinhard Becker, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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