US-Anleihen drehen bereits vor Fed-Protokoll ins Minus

dpa-AFX · Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Mittwoch nach einer lange unentschiedenen Entwicklung ins Minus gedreht. Die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed gab dann allerdings keine negativen Kursimpulse mehr. Auch die Aktien- und Devisenmärkte hatte das Protokoll relativ kalt gelassen - noch am ehesten zeigte sich an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq ein negativer Effekt.

Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) verlor zuletzt 0,28 Prozent auf 109,62 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere stieg im Gegenzug auf 4,32 Prozent.

Die US-Währungshüter zeigten sich mit Blick auf Leitzinssenkungen vorsichtig. Die meisten Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss (FOMC) warnten vor der Gefahr, dass man die Zinsen zu schnell senken könnte, heißt es im Protokoll zur Zinsentscheidung vom 31. Januar. So verwiesen einige Mitglieder auf die Möglichkeit, dass sich die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung zunächst nicht fortsetzen könnten. Allerdings dürfte die Zinsspanne ihren Höhepunkt erreicht haben, heißt es im Protokoll.

Vor drei Wochen hatte die Fed ihre Leitzinsen erneut stabil gehalten und für dieses Jahr Zinssenkungen angedeutet. Experten gehen angesichts der gesunkenen Inflation davon aus, dass es dazu im weiteren Jahresverlauf kommen dürfte. Der Zeitpunkt ist jedoch ungewiss. Notenbankchef Jerome Powell bezeichnete nach der jüngsten Sitzung eine Senkung bereits im März als unwahrscheinlich./gl/he

Das könnte dich auch interessieren

Meistgelesene Artikel