Deutsche Anleihen geben nach - ZEW-Index hellt sich auf

dpa-AFX · Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Dienstag gesunken. Bis zum Mittag fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,30 Prozent auf 131,51 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 2,45 Prozent.

Von den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten konnten sichere Anlagen wie Bundesanleihen nicht weiter profitieren. Israel will auf den Angriff reagieren, allerdings ohne dadurch internationalen Rückhalt zu verlieren. Laut dem israelischen Generalstabschef Herzi Halevi wäge man die weiteren Schritte ab. Halevi fügte hinzu: "Der Angriff des Irans hat neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit im Nahen Osten geschaffen. Wir bewerten die Lage und halten uns auf höchstem Niveau bereit."

Konjunkturdaten aus Deutschland übten etwas Druck auf sichere Anlagen aus, da sie das Bild einer sich langsam erholenden Konjunktur bestätigten. Die ZEW-Konjunkturerwartungen stiegen im März weiter an und markierten einen rund zweijährigen Höchststand. "Eine sich erholende Weltwirtschaft hebt die Erwartungen für Deutschland", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Finnlands Notenbankchef Olli Rehn bestätigte unterdessen die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik im Juni lockern könnte. Er verwies aber auch auf Unsicherheiten für dieses Szenario, insbesondere die vielen geopolitischen Risiken und die damit verbundene Gefahr steigender Inflationsraten. Auch Analysten hatten zuletzt vermehrt darauf hingewiesen, dass eine weitere Eskalation im Nahen Osten die Rohölpreise treiben und die Inflation beschleunigen könnte.

Am Nachmittag stehen in den USA Konjunkturdaten aus der zweiten Reihe mit eher geringerer Marktrelevanz an. Erwartet werden Produktionszahlen aus der Industrie und Daten vom Immobilienmarkt. Aus der US-Notenbank Fed äußern sich einige ranghohe Vertreter, darunter am Abend Fed-Chef Jerome Powell im Rahmen einer Diskussionsrunde./bgf/jsl/jha/

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