Zwei Jahre Haft für Ex-Bankier nach Milliarden-Skandal

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US-Prozess

New York (dpa) - Sieben Jahre nach dem Milliardenskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB muss der einstige Investmentbanker Tim Leissner als eine der Schlüsselfiguren ins Gefängnis. Die New Yorker Richterin Margo Brodie entschied sich für eine Haftstrafe von zwei Jahren. Sie berücksichtigte dabei, dass Leissner nach der Festnahme gegen andere Beteiligte aussagte.

Leissner drohten bis zu 25 Jahre Haft, allerdings waren auch Staatsanwälte der Ansicht, dass ihm wegen seiner Kooperation mit den Behörden Gefängnis erspart bleiben könne. Die Bank Goldman Sachs als sein früherer Arbeitgeber forderte hingegen in einem Brief ans Gericht eine harte Strafe. Das Unternehmen musste wegen des Skandals mehr als fünf Milliarden Dollar Strafen zahlen, darunter 2,9 Milliarden Dollar in den USA für einen Verstoß gegen US-Korruptionsgesetze.

Bei der Affäre wurden mehrere Milliarden Dollar mit Hilfe von Managern von Goldman Sachs aus dem Staatsfonds entwendet. Leissners Aussage trug zur Verurteilung eines seiner früheren Kollegen bei der Bank zu einer Haftstrafe von zehn Jahren bei. Die Haftstrafe von 24 Monaten soll Leissner, der in den vergangenen Jahren auf freiem Fuß war, Mitte September antreten.

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