Nordex & Co.

Mildere Förderkürzung in USA beflügelt Solar- und Windwerte

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Thorsten Schier/Shutterstock.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger von Solar- und Windkraftunternehmen freuen sich über positive Signale aus den USA. Dort hatten Aktien wie Solaredge nach schwächerem Start schon Rückenwind bekommen. In Deutschland holten SMA Solar und mit Abstrichen auch Nordex am Mittwoch diese Bewegung nach.

Für SMA Solar ging es zuletzt um 13 Prozent auf 24,06 Euro nach oben, womit sie es auf das höchste Niveau seit März schafften. Sollte die Aktie das damals erreichte Hoch von 24,70 Euro noch passieren, winkt ihnen ein Hoch seit fast einem Jahr.

Auch die Papiere des Windkraft-Anlagenbauers Nordex erholten sich um bis zu 3,5 Prozent, blieben jedoch mit den 50- und 21-Tage-Durchschnitten an wichtigen Indikatorlinien hängen. Zuletzt legten die Aktien noch um zwei Prozent zu.

In den USA hatte am Vorabend das von Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuergesetz eine wichtige Hürde genommen. Der Senat billigte das Vorhaben mit hauchdünner Mehrheit, zu der US-Vizepräsident JD Vance als Präsident des Senats den Ausschlag gab. Dem Entwurf muss nun noch das Repräsentantenhaus zustimmen. Die alten Pläne waren Mitte Juni als ernsthafte Bedrohung für die Wind- und Solarbranche gesehen worden.

Der Senatsbeschluss enthält Änderungen am Inflation Reduction Act (IRA), einem 2022 von Ex-Präsident Joe Biden aufgesetzten Investitionsprogramm, das bislang auch Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels vorsieht. Kürzungen an den Förderungen seien milder als zunächst befürchtet, hieß es nun. Es gebe ein erweitertes Zeitfenster für neue Projekte. Barclays-Analyst Vlad Sergievskiy schrieb, der Ausstieg aus den Subventionen für saubere Energieprojekte werde abgemildert.

Als wichtigsten Vorteil für die Erneuerbare-Energien-Branche bezeichneten Experten von JPMorgan eine Ausnahme von einer Inbetriebnahmefrist bis Ende 2027. Projekte, deren Bau in den nächsten 12 Monaten beginnt, könnten noch unter die alten Regelungen fallen und potenziell bis 2030 von Steuervorteilen profitieren, schrieb der Analyst Mark Strouse.

In den USA hatten die Aktien des Solartechnikzulieferers Solaredge daraufhin schon sieben Prozent höher geschlossen, während jene des Solarzellen- und Batterielieferanten Sunrun sogar mehr als zehn Prozent gewonnen hatten. Beide steuern am Mittwoch im vorbörslichen Handel nochmals auf Gewinne zu.

Einen besonders großen Profiteur in Europa sahen die JPMorgan-Experten im Windkraft-Anlagenbauer Vestas , dessen Anteile am Mittwoch einen Kurssprung um fast zehn Prozent hinlegten. Akash Gupta schrieb, die USA seien für das dänische Unternehmen der bedeutendste Markt, weil es dort eine führende Marktposition einnehme./tih/ag/jha/

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