US-Konkurrent schwächelt

Adidas und Puma trotzen der Lululemon-Enttäuschung

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: IgorGolovniov

FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX) - Sich abzeichnende hohe Kursverluste beim Konkurrenten Lululemon haben am Freitag nicht auf Adidas und Puma abgefärbt. Während es Adidas nach verhaltenem Start zuletzt mit 0,8 Prozent ins Plus schafften, lag der Puma-Kurs moderat mit 0,4 Prozent über der Gewinnschwelle. Bei Lululemon bahnte sich derweil im vorbörslichen US-Handel ein Kurseinbruch um 17 Prozent an wegen eines enttäuschenden Quartalsberichts.

Laut einem Händler ist es schon das dritte Quartal in Folge, dass der vor allem für Yoga-Kleidung bekannte Sportartikelkonzern aus den Vereinigten Staaten seine Anleger enttäuscht. Der Börsianer äußerte am Morgen aber seinen Glauben, dass vieles bei dem Unternehmen hausgemacht ist, was die dennoch positive Kursentwicklung bei Adidas erklären könnte. Allerdings wurden die Aktien des US-Konkurrenten Nike vorbörslich auch etwas schwächer gehandelt.

Lululemon senkte seinen Ausblick, da es in einem schwierigen Verbraucherumfeld Probleme hat, die hohen Erwartungen zu erfüllen und die Zollkosten auszugleichen. Matthew Boss von JPMorgan erwähnte, auf vergleichbarer Basis sei der Erlösanstieg im zweiten Quartal viel kleiner gewesen als erwartet. Der Ausblick auf den Gewinn je Aktie (EPS) für das laufende dritte Quartal liege fast ein Viertel unter dem Analystenkonsens.

Randal Konik von Jefferies glaubt, dass die Zielsetzungen immer noch nicht niedrig genug sind und betonte, seine Schätzungen lägen deutlich unter dem Analystenschnitt. Der US-Markt als treibende Kraft für Lululemon schwäche sich schnell ab. Die Bruttomarge erreiche ihren Höchststand, die Lagerbestände seien weiterhin zu hoch und Zölle stellten ein Problem dar.

Laut dem Analysten Jay Sole von der UBS ist der Geschäftstrend bei Lululemon viel schlechter als bisher angenommen. Er sieht in dem Kursrückgang keine Kaufgelegenheit, da die Gewinnerwartungen je Aktie (EPS) deutlichem Abwärtsrisiko ausgesetzt seien. "Die Überarbeitung von Geschäftsmodellen ist zeitaufwendig", sagte der Experte. Sollten dabei Fehler passieren, werde der Konsens in absehbarer Zukunft wahrscheinlich weiter sinken./tih/niw/stk

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