Inflation steigt in einigen Bundesländern - Lebensmittel teurer, Energie billiger

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Berlin (Reuters) - In Deutschland zeichnet sich erneut ein Anstieg der Inflation ab.

In Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen zogen die Verbraucherpreise im September um bis zu 2,7 Prozent zum Vorjahresmonat an und damit jeweils stärker als im August. Das teilten die Statistischen Landesämter am Dienstag mit. In Sachsen blieb die Teuerungsrate mit 2,2 Prozent unverändert. Das Statistische Bundesamt will auf Basis von Länderdaten am Nachmittag seine erste Schätzung zur bundesweiten Entwicklung der Verbraucherpreise im zu Ende gehenden Monat veröffentlichen. Von Reuters befragte Ökonomen rechnen damit, dass die Inflationsrate auf 2,3 Prozent klettert. Im August war sie erstmals in diesem Jahr gestiegen - und zwar auf 2,2 Prozent.

Viele Nahrungsmittel verteuerten sich im September erneut spürbar. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen etwa mussten die Verbraucher 7,1 Prozent mehr für Obst bezahlen und 3,8 Prozent mehr für Eier und Molkereiprodukte. In Bayern kosteten Übernachtungen 5,7 Prozent mehr als vor einem Jahr, während Haushaltsenergie wie Strom und Gas insgesamt 3,1 Prozent günstiger war und den allgemeinen Preisauftrieb bremste. In Sachsen kam es "mit dem Übergang auf die Herbst-/Winterkollektion zu den typischen Preissteigerungen für Bekleidung und Schuhe" (+4,5 Prozent zum Vormonat).

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt in der Währungsunion mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Sie hat ihren Leitzins seit vergangenem Jahr achtmal gesenkt, weil der Preisdruck insgesamt nachgelassen hat. Im Juli und September legte sie dann eine Pause ein.

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Reinhard Becker.; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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