Trading-Chance Rohöl: Forecast bis Dezember
Die heutige Trading-Chance basiert auf dem von uns selbst entwickelten Prognose-Modell, welches die fundamentalen Einflussfaktoren eines spezifischen Marktes und deren Ursache/Wirkungs-Verzögerung einbezieht und so die zu erwartenden groben Schwünge vorzeichnet. Zu dieser Jahreszeit sind die Energie-Rohstoffe naturgemäß systematisch ausgezeichnet handelbar, da sie sehr robuste Angebots- und Nachfrage-Zyklen aufweisen. So ist es wenig verwunderlich, dass wir heute den Rohölpreis thematisieren.

Wissenswertes über Rohöl
Rohöl ist neben Erdgas einer der wichtigsten, wenn nicht gar der wichtigste Rohstoff. Privat und auch industriell wird der fossile Energieträger an unzähligen Stellen eingesetzt.
Rohöl wird in der Wirtschaft hauptsächlich als Energieträger für Kraftstoffe (Benzin, Diesel), zum Heizen und zur Stromerzeugung verwendet. Es dient zudem als wichtiger Grundstoff für die chemische Industrie, aus dem Kunststoffe, Farben, Waschmittel, Medikamente und synthetische Fasern für Kleidung hergestellt werden.
Als Energieträger
· Mobilität: Der größte Teil des Rohöls wird als Benzin, Diesel und Kerosin für Autos, Schiffe und Flugzeuge genutzt.
· Heizung: Heizöle werden für die Gebäudeheizung verwendet.
· Stromerzeugung: Erdöl wird auch zur Erzeugung von Elektrizität in Kraftwerken eingesetzt.
· Straßenbau: Bitumen, das aus Rohöl gewonnen wird, dient zum Bau von Straßen.
Als chemischer Grundstoff
· Kunststoffe: Rohöl ist die Basis für eine Vielzahl von Kunststoffen wie PVC, Polystyrol (Styropor), Polyethylen und Polypropylen, die in Produkten wie Verpackungen, Möbeln, Fensterrahmen und Elektronik verwendet werden.
· Chemikalien: Es wird zur Herstellung von Farben, Lacken, Wasch- und Reinigungsmitteln sowie von Düngemitteln genutzt.
· Synthetische Fasern: Kunstfasern für Kleidung (z. B. Polyester, Polyamid) werden aus Erdöl hergestellt.
· Pharmazeutika und Kosmetika: Bestimmte Inhaltsstoffe für Medikamente, Kosmetika und Lebensmittel (z. B. Paraffin) werden aus Erdöl gewonnen.
Die größten Produzenten und Exporteure sind die Vereinigten Staaten, Saudi Arabien und Russland. Die USA haben dabei die mit Abstand höchste Fördermenge pro Tag. Sie liegt gegenwärtig bei 18.88 Millionen Barrel per day. Saudi Arabien und Russland fördern jeweils etwa 10.8 Millionen Barrel per day. Die größten Importeure des „Schwarzen Goldes“ sind ebenfalls die USA, dicht gefolgt von China und Indien. Die beiden letztgenannten Länder haben aufgrund ihres Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums in den vergangenen 20 Jahren immer mehr Bedarf an wichtigen Rohstoffen, die sie selbst nicht oder nur in zu geringem Maß produzieren.
Warum und wie funktioniert Forecasting?
Märkte bewegen sich nicht zufällig! Hinter den Preisbewegungen und Trends bei Rohstoffen stehen fundamentale Prozesse, die auf realer Nachfrage und realem Angebot basieren. Zu spezifischen Zeiten wird mehr nachgefragt, als in anderen, weshalb es auch saisonale Muster gibt. Da jeder Rohstoff individuell eigene Verwendungszwecke hat, gibt es Dependenzen zu anderen Rohstoffen. Wussten Sie beispielsweise, dass der Rohölpreis fast 1:1 deckungsgleich mit dem Preis von Reis läuft? Das liegt daran, dass im Produktionsprozess von Reis Rohöl eine gewichtige Rolle spielt. Die Saat wird oft mit Flugzeugen über den Reisfeldern zerstreut, es wird später maschinell (früher mit Ochsen) geerntet. Da Reis primär in Asien produziert wird, muss es dann auch noch transportiert werden. Wenn also der Rohölpreis sich drastisch verteuert, wird auch Reis teurer. Das ist nur ein Beispiel, welches die Intermarket-Beziehungen fundamental erklärt.
Wir könnten nun mit diesem Wissen hergehen und ein Prognosemodell für den Reispreis an den Terminmärkten konzipieren. Sinngemäß würde es lauten: „Wenn der Rohölpreis in den vergangen x Wochen stark gestiegen ist, dann folgt der Reispreis und steigt seinerseits mit x Wochen Zeitversatz“.
Direkte Korrelationen lassen sich im Trading kaum ausnutzen. Denn was nützt es, wenn ich weiß, dass der Nasdaq sich in 95% der Fälle genauso bewegt wie der S&P 500? Ich müsste dazu wissen, was der S&P 500 machen wird. Und wenn ich das weiß, kann ich ihn auch direkt handeln. Das hilft uns also nicht. Das Schöne ist aber, dass es Intermarket-Beziehungen, wie in unserem Beispiel von Reis und Rohöl, gibt bei denen es eine Ursache-/Wirkungs-Verzögerung besteht. Der Einflussnehmende Markt bildet jetzt einen Trend aus, verbilligt oder verteuert sich, und der Referenzmarkt folgt mit einem spezifischen Zeitversatz. Dieser Zeitversatz ist von Markt zu Markt unterschiedlich und hängt mit Produktions- und Nachfragezyklen zusammen. Bei Zinsmärkten ist die Ursache-/Wirkungs-Verzögerung oft zwei bis zweieinhalb Jahre. Der Zeitversatz zwischen einer Preisveränderung bei Futtermitteln, wie Mais (Schweinemast) und der Reaktion des Fleischmarktes Magerschwein beträgt fünf bis sechs Monate, weil das der typische Mast-Zeitraum bei Schweinen ist. Es mag sicher nicht das schönste Beispiel sein, insbesondere für Tierfreunde, aber es zeigt, woher die spezifischen Zeitverzögerungen rühren. Auch Währungen spielen beim Forecasting eine Rolle. Für die Prognose des Rohölpreises ziehen wir beispielsweise die Wechselkurs-Relation zwischen den größten Exporteuren und Importeuren heran. Die Währungen von Saudi Arabien, USA, Russland und China taugen ausgezeichnet für die Konzeption eines Rohöl-Forecasts, wie wir gleich sehen werden.
Aktueller Forecast für WTI Crude Oil
Die Intermarkets (rote Kurve) zeigen für den Rohölpreis bis in das Zeitfenster vom 10.12. bis 19.12. abwärts. Bis dahin prognostiziert unser Forecast fallende Notierungen, anschließend steigende bis März 2026.
Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, wie viele Schwünge dieses Instrument in der Grundtendenz korrekt vorgezeichnet hat. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass der Forecast Hochs und Tiefs nicht in Relation zueinander setzt. Das meint: Nur, weil zum Beispiel im Forecast der Hochpunkt im Oktober 2025 höher liegt, als jener vom Juni des gleichen Jahres, bedeutet das mitnichten, dass diese Hochpunkte sich im WTI Crude Oil tatsächlich so zueinander verhalten. Die Lesart ist: von Zeitpunkt X bis Zeitpunkt Y aufwärts, von Zeitpunkt Y bis Z abwärts. Es geht also nicht darum, Bewegungen zu dimensionieren, sondern die Richtung mehrheitlich korrekt zu antizipieren und dabei ein gutes Timing (von wann bis wann) zu haben.

Wichtig ist: Ein Forecast hilft ausgezeichnet bei der Orientierung und hat starke fundamentale Grundlagen. Dennoch gibt es Situationen, in denen ein Effekt überlagert ist. Sie müssen verstehen, dass jedes Modell immer eine Vereinfachung darstellt. Und damit gibt es stets eine gewisse Fehleranfälligkeit für einzelne Situationen. Wir erreichen hohe Trefferquoten und sehr präzise Prognosen, doch manchmal ist eine Prognose nicht zutreffend. Darum ist es unerlässlich, ein angemessen konservatives Risiko-Management zu fahren.
Fazit
Die Intermarkets, wie auch die Saisonalität zeigen bis etwa Mitte Dezember abwärts. Die Wahrscheinlichkeiten sprechen also für fallende Notierungen in dem wichtigen Energie-Rohstoff. Folgerichtig suchen wir primär Short-Einstiege im WTI Crude Oil. Dafür haben wir ein passendes Produkt für Sie ausgesucht, welches wir Ihnen nun kurz vorstellen möchten.
Open end Turbo Bear Optionsschein auf Rohöl
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen open end Turbo Bear Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 72,936 US-Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von 60,36 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 4,76. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet UN10DU.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 65 und 72 USD
Unterstützungen: 55 und 60 USD
Open end Turbo Bear Optionsschein auf Rohöl
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
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Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.




