Bundesregierung hält an bundesweiter Strompreiszone fest

Reuters · Uhr
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Berlin, 15. Dez (Reuters) - Die Bundesregierung hält an der einheitlichen deutsch-luxemburgischen Stromgebotszone fest und lehnt eine Aufteilung in mehrere Preiszonen ab.

Das ⁠Bundesministerium für Wirtschaft ‍und Energie (BMWE) veröffentlichte dazu am Montag einen "Aktionsplan Gebotszone", der an die EU-Kommission übermittelt worden sei. Damit ‌reagierte die Bundesregierung auf eine Studie des Verbands der europäischen Stromnetzbetreiber vom April 2025, ‍die eine Aufteilung in fünf Gebiete nahegelegt hatte. Auch die vier Betreiber der Stromübertragungsnetze in Deutschland - Tennet, Amprion, 50Hertz und Transnet BW - hatten die Vorschläge abgelehnt.

Mit dem Erhalt der einheitlichen Zone soll es in Deutschland weiterhin einen ‍einheitlichen Börsenstrompreis geben. Eine Aufteilung würde ⁠dem Ministerium zufolge die Investitionsunsicherheit in der Energiewirtschaft erhöhen und zu regionalen Kostenunterschieden für Endverbraucher führen.

Forderungen nach einer Aufteilung in ‍mehrere Preiszonen kommen vor allem aus norddeutschen Ländern mit einer hohen Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen ⁠wie der Windkraft. Die Verbraucher dort könnten von geringeren Strompreisen profitieren. Im industriereichen Süden Deutschlands könnten die Preise jedoch steigen. Insbesondere der Transport von überschüssigem Windstrom ‍aus dem Norden in ‌den Süden ist durch Netzengpässe begrenzt.

Der "Aktionsplan Gebotszone" sieht nach Angaben des Ministeriums eine Reihe von Maßnahmen vor, um bestehende Netzengpässe zu reduzieren. Dazu zählten die Erhöhung der Netzübertragungskapazitäten und eine bessere Synchronisierung von Netz, Erzeugung und Verbrauch. Das Ministerium hat den Plan vorab mit Interessenträgern wie Verbänden und Unternehmen beraten, die ihn demnach überwiegend begrüßten.

(Bericht von Holger Hansen, ⁠redigiert von Sabine Ehrhardt Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‍Märkte).)

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