Drei Fragen für Bernecker 19.12.2025

Fällt die Weihnachtsrally aus? Bleibt Rüstung schwach? Trägt bei Tesla Geschäft oder Vision?

onvista · Uhr
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Quelle: Bernecker

Fällt die Weihnachtsrally aus?

Die Weihnachtsrally hat noch sechs bis sieben Tage Zeit, um als solche gelten zu können. Das wäre ein Wunder! Alle großen Märkte der Welt gewannen in diesem Jahr rund 20 Prozent und dies sogar im dritten Jahr hintereinander. Damit stimmen die Ergebnisse an der Börse mit den Ergebnissen der Firmen im Wesentlichen überein. Der Test steht ab Januar an, wenn die Quartals- und Jahreszahlen der großen Namen vorliegen und der Markt darauf reagieren muss.

Die technischen Risiken dieser Art reichen bis etwa 20 oder 25 Prozent, von der jeweiligen Kursspitze gerechnet. Erst dann baut sich der weitere Trend für das Frühjahr auf. Wie unsere größten Favoriten für 2026 lauten, ist übrigens in der aktuellen Ausgabe von „Der Aktionärsbrief“ nachzulesen.

Ist die Schwäche bei Rüstungsaktien von Dauer?

Mit den Friedenssignalen in der Ukraine begann die Korrektur aller Rüstungsaktien, wie frühzeitig angegeben. Dieses Risiko liegt bei 30 bis 50 Prozent, je nach Titel, womit die zum Teil überschwängliche Fantasie eliminiert wäre. Erst mit einer Waffenruhe beginnt dann die solide Nachrechnung aller Rüstungsaufträge und -ziele und die Anpassung der Fakten an die Visionen. Das dürfte noch einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen.

Trägt bei Tesla das Geschäft oder nur die Vision?

Tesla steht weiterhin zwischen Visionen und Realitäten. Der ganz große Hype ist gelaufen. 1,5 Billionen Dollar Marktwert für rund 100 Milliarden Umsatz sind eine Größe, die nicht durchzuhalten sein wird. Also geht es für Tesla schrittweise in die Normalität, im Kurs sicherlich vom Großaktionär kontrolliert, aber am Ende weitere 25 bis 30 Prozent tiefer. Eine Besonderheit, worauf man eine Sonderrolle begründen könnte, stellt Tesla nicht mehr da. Ich schaue zu.

Damit wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten, alles Gute für das neue Jahr und Gelassenheit in der Betrachtung der weiteren politischen und ökonomischen Fakten, begleitet von der Zuversicht auf ein interessantes Börsenjahr 2026. Wie stets verabschiede ich mich von meinen Leserinnen und Lesern und auch Ihnen mit der schlichten Weisheit: „Wird’s besser, wird’s schlimmer, so fragen wir immer. Seien wir ehrlich, das Leben ist nun mal lebensgefährlich.“

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