Streit um Flottengröße bei Lufthansa - Piloten leiten Schiedsverfahren ein
Berlin, 19. Dez (Reuters) - Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bereitet im Streit um die Flottengröße ein Schiedsverfahren gegen die Lufthansa vor. Die Lufthansa löse ihre Zusagen zu einer garantierten Flottenuntergrenze von 325 Flugzeugen nicht ein, teilte die Vereinigung Cockpit am Freitag mit. Deswegen ziehe die VC nun Konsequenzen. "Die Einleitung des Schiedsverfahrens markiert einen weiteren Tiefpunkt der Sozialpartnerschaft", sagte Arne Karstens, Sprecher der Group-Tarifkommission der VC. Bei einem Erfolg des Schiedsverfahrens komme auf die Lufthansa eine Strafzahlung in Millionenhöhe zu.
Die Lufthansa erklärte dazu, das Unternehmen erfülle die Verpflichtungen aus der Perspektivvereinbarung, teilweise würden die Verpflichtungen sogar übererfüllt. "Im Falle von Meinungsverschiedenheiten sieht die Perspektivvereinbarung ein Schiedsverfahren als vertraulichen Rahmen für eine Konfliktlösung vor." Die Lufthansa und die Piloten hatten 2017 einen jahrelangen Tarifstreit beigelegt und sich dabei unter anderem auf eine garantierte Flottenuntergrenze von 325 Flugzeugen bei Lufthansa und der Frachtsparte geeinigt.
(Bericht von Christina Amann. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter Berlin.Newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder Frankfurt.Newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)



