Putin beklagt Recht des Stärkeren in internationaler Politik

Reuters · Uhr
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Moskau, 15. Jan (Reuters) - Der russische Präsident Wladimir Putin warnt vor einer Zunahme weltweiter Spannungen.

"Die ⁠Lage auf ‍der internationalen Bühne verschlechtert sich zusehends", sagte Putin am Donnerstag in einer ‌Rede vor neuen Botschaftern im Kreml. "Langjährige Konflikte verschärfen sich, und ‍neue, ernste Krisenherde entstehen." Ohne die USA oder Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, kritisierte Putin jene, die "nach dem Recht des Stärkeren ihren Willen diktieren, ‍andere belehren und Befehle erteilen". ⁠Russland bekenne sich hingegen zu den Idealen einer multipolaren Welt, sagte Putin, der 2022 ‍den Angriff auf die Ukraine angeordnet hatte. Dieser wird von ⁠den meisten Staaten als völkerrechtswidrig angesehen.

Putin forderte zudem eine Diskussion über die russischen Vorschläge für eine neue Sicherheitsarchitektur ‍in Europa. "Wir hoffen, ‌dass die Einsicht in diese Notwendigkeit früher oder später kommen wird", sagte er. "Bis dahin wird Russland seine Ziele weiter konsequent verfolgen." Zur Lage in Venezuela nach dem Sturz von Präsident Nicolas Maduro, den Protesten im Iran oder den Ansprüchen Trumps auf ⁠Grönland äußerte sich Putin nicht.

(Bericht von Vladimir Soldatkin, geschrieben von Hans Busemann, redigiert von Thomas ‍Seythal)

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