Konsortium um Eni und Shell droht in Kasachstan Milliarden-Zahlung

Ein Konsortium unter Führung von Eni und Shell hat einem Medienbericht zufolge ein Schiedsverfahren gegen die Regierung von Kasachstan verloren.
Die Gruppe müsse nun möglicherweise bis zu vier Milliarden Dollar Entschädigung zahlen, meldete die Agentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf Insider. Das Gericht habe die endgültige Summe noch nicht festgelegt, sie dürfte aber zwischen zwei und vier Milliarden Dollar liegen. Gegen das Urteil könne noch Berufung eingelegt werden.
Die Zahlung könnte durch eine geänderte Formel für die Ölverteilung im Produktionsteilungsvertrag geleistet werden, hieß es in dem Bericht weiter. An dem Projekt Karachaganak halten Eni und Shell jeweils 29,25 Prozent. Weitere Partner sind Chevron mit 18 Prozent, die russische Lukoil mit 13,5 sowie die staatliche KazMunayGaz mit zehn Prozent.
Ein Chevron-Sprecher lehnte eine Stellungnahme mit Verweis auf das laufende Verfahren ab. Die anderen Unternehmen reagierten zunächst nicht auf Anfragen.