US-Justizministerium veröffentlicht weitere Epstein-Akten

Reuters · Uhr
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30. Jan (Reuters) - Nach anhaltendem Druck hat das US-Justizministerium weitere Dokumente im Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht.

Der Umfang der ⁠am Freitag freigegebenen ‍Unterlagen war zunächst unklar. Die Nachrichtenagentur Reuters wertet das Material derzeit aus. US-Präsident Donald Trump hatte ‌sich lange gegen die Veröffentlichung der Epstein-Unterlagen gesperrt, bis der Kongress diese per Gesetz ‍erzwang. Er war in den 1990er Jahren mit Epstein befreundet. Gegen Trump liegen keine formellen Vorwürfe vor, er bestreitet jegliches Mitwissen. Epstein hatte sich 2019 im Gefängnis das Leben genommen, wo er auf seinen Prozess wegen Menschenhandels ‍und Missbrauchs von Minderjährigen wartete. Er ⁠soll unter anderem Prominenten und Reichen Minderjährige zugeführt haben.

Das Gesetz zum Epstein-Fall sah eigentlich vor, dass alle Akten bis zum ‍19. Dezember 2025 zugänglich gemacht werden. Das Ministerium hatte jedoch zum Jahreswechsel erklärt, es müsse ⁠noch über fünf Millionen Seiten prüfen und dafür Hunderte Juristen einsetzen. Die Verzögerung hatte im Kongress Vorwürfe ausgelöst, die Regierung verstoße gegen das Gesetz. Die Vorgaben ‍erlauben zwar Schwärzungen zum ‌Opferschutz und zum Schutz laufender Ermittlungen. Die bislang veröffentlichten Akten sind jedoch stark und teils vollständig unkenntlich gemacht, was bei den Abgeordneten auf Unmut stößt. Der Fall ist für Trump zu einem dauerhaften politischen Problem geworden. Der Präsident hat wegen seiner Wirtschafts- und Einwanderungspolitik bereits mit sinkenden Zustimmungswerten zu kämpfen.

(Bericht von Joseph Ax, geschrieben von Hans Busemann; Redigiert ⁠von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‍Märkte)

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