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Silber Crash!

Trading-Chance Silber: Größter Ein-Tages-Verlust aller Zeiten!

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Das noch junge Börsenjahr beendete den Januar mit einem Paukenschlag. Die Edelmetalle brachen nach monatelanger Rallye aufgrund der drastischen Margin-Anhebung seitens der CME (Rohstoff-Börse in Chicago) brutal ein. Der größte Verlierer war dabei Silber, das seinen historisch größten Ein-Tages-Verlust mit minus 28 Prozent erlitt. Derart gigantische Ausschläge wirken stets nach. Die Volatilität bildet sich allenfalls schrittweise zurück, so dass die nächsten Tage Trading-Chancen im Silber bringen dürften.

Quelle: onvista

Schauen wir uns zunächst einmal den einzig vergleichbaren Preiseinbruch des Edelmetalls aus dem Jahr 1980 an und erläutern, was der Auslöser gewesen war.

Der bislang größte Silber-Einbruch war 1980 (Gebrüder Hunt Krise)

Die Gebrüder Hunt Krise von 1979/1980 gilt als einer der spektakulärsten Versuche, einen globalen Rohstoffmarkt zu manipulieren („Cornering the Market“). Die texanischen Milliardäre Nelson Bunker und William Herbert Hunt begannen in den 1970er Jahren, massiv Silber aufzukaufen – nicht nur als Inflationsschutz, sondern mit dem Ziel, den gesamten verfügbaren Weltmarkt zu kontrollieren. Sie kauften physisches Silber in gigantischen Mengen und hielten gleichzeitig massive Long-Positionen in Futures-Kontrakten. Da sie sich weigerten, ihre Kontrakte in bar abzurechnen, und stattdessen auf die physische Auslieferung des Metalls bestanden, verknappte sich das Angebot dramatisch.

Innerhalb kurzer Zeit trieben sie den Silberpreis von etwa 6 USD im Jahr 1979 auf ein Allzeithoch von fast 50 USD im Januar 1980. Das hortende Verhalten der Hunts löste weltweit eine Manie aus: Menschen standen Schlange, um ihr Familiensilber und Besteck einzuschmelzen, da der Metallwert den Sammlerwert bei weitem überstieg.

Das Kartenhaus stürzte jedoch ein, als die US-Börsenaufsicht und die Warenterminbörse COMEX die Spielregeln änderten. Um die Hunts zu stoppen, wurden neue Regularien („Silver Rule 7“) eingeführt, die den Aufbau neuer Positionen untersagten und – entscheidend – die Margin-Anforderungen massiv erhöhten. Die Hunts, die ihre Käufe hochgradig auf Kredit (Leverage) finanziert hatten, konnten die nun fälligen Sicherheitsleistungen in Milliardenhöhe nicht mehr aufbringen.

Der Kollaps gipfelte im „Silver Thursday“ am 27. März 1980. Als die Hunts einen Margin-Call über 100 Millionen Dollar nicht mehr bedienen konnten, brach Panik aus. Der Silberpreis stürzte ins Bodenlose und riss fast den gesamten US-Aktienmarkt mit sich, da man einen systemischen Kollaps der Brokerhäuser befürchtete. Die Krise endete mit dem finanziellen Ruin der Hunts und hinterließ eine bleibende Lehre über die zerstörerische Kraft von Margin-Anpassungen und die Gefahren extremer Marktkonzentration.

Vergleich damals und heute

Der Einbruch vom vergangenen Freitag hat erschreckende Parallelen zur Hunt-Krise, aber auch einige moderne Besonderheiten, die die Situation heute sogar noch explosiver machen.

Vier entscheidende Vergleichspunkte zwischen dem 30. Januar 2026 und dem März 1980:

1. Die "Waffe" der Börse: Margin-Erhöhungen

Damals wie heute war nicht ein plötzliches Überangebot an Silber der Auslöser, sondern eine Regeländerung der Börse (CME/COMEX).

1980: Die COMEX führte die "Silver Rule 7" ein und erhöhte die Margins, um die Hunts zur Liquidation zu zwingen.

Heute: Die Anhebung der Margin auf 26.998 USD bei Gold (und die entsprechenden Sprünge bei Silber) wirkt exakt wie damals: Es ist ein "Kaltstart" für den Hebel. Trader, die am Donnerstag noch "gesund" positioniert waren, sind am Freitag durch die bloße Änderung der Hinterlegungspflicht zahlungsunfähig geworden.

2. Das Ende der "Cornering"-Theorie

In den Wochen vor dem letzten Freitag gab es (ähnlich wie 1979) Gerüchte über große Akteure (Hedgefonds oder Zentralbanken), die versuchten, den physischen Markt "leerzukaufen".

Parallele: Ein 28 %-Sturz an einem Tag signalisiert das Einknicken dieser großen Long-Positionen. Wenn die "starken Hände" (wie die Hunts 1980) anfangen zu verkaufen, um Margin-Calls zu bedienen, bricht die psychologische Stütze des Marktes weg. Der Markt erkennt: "Niemand ist groß genug, um gegen die Börsenregeln zu gewinnen."

3. Liquiditäts-Kaskaden statt Fundamentaldaten

Ein 28 %-Crash ist kein Urteil über den Wert von Silber als Industriemetall, sondern ein rein technisches Phänomen.

1980: Die Hunts mussten alles verkaufen, was nicht niet- und nagelfest war, um Cash zu generieren.

Heute: Durch den algorithmischen Handel (HFT) passiert das in Millisekunden. Der Crash vom Freitag war eine moderne Version des Silver Thursday, bei der automatische Stop-Loss-Orders in ein leeres Orderbuch fielen, weil die Market-Maker (wie 1980 die Banken) ihre Gebote zurückzogen, um sich selbst zu schützen.

4. Der Unterschied: Die Geschwindigkeit

Während sich der Kollaps 1980 über mehrere Wochen hinzog (vom Peak im Januar bis zum Silver Thursday Ende März), erleben wir heute die Kompression dieser Ereignisse.

Der 28 %-Einbruch am Freitag entspricht der gesamten Panikwoche von 1980, nur eben in wenigen Handelsstunden.

Die Statistik der 30 historisch größten Ein-Tages-Verluste von Silber

Die Statistik  zeigt, dass der Tag unmittelbar nach dem Silber-Crash-Tag die besten Chancen für eine Gegenreaktion mitbringt. Meist folgt dann aber nach einem kurzen Rebound eine weitere Abverkaufswelle. Am dritten Tag nach dem Crash-Tag sind die Chancen für einen Long-Einstieg am besten.   

Statistik zu den 30 größten Ein-Tages-Verlusten von Silber
Quelle: www.realmoneytrader.com
Durchschnittliche Reaktionen des Silberpreises 1, 3 und 5 Tage nach dem Crash
Quelle: www.realmoneytrader.com

Einzelbetrachtung des 1980er-Crashs

Derartige Tagesverluste sprengen jedweden Rahmen und führen nicht selten zu einer weiteren Panikwelle. 1980 reagierte Silber zunächst mit einer Erholung am unmittelbaren Folgetag, geriet dann aber erneut unter Druck und büßte bis zum 5. Tag nach dem Crash weitere 28,4 Prozent ein.

Gebrüder Hunt Crash und die Reaktion nach 1, 3 und 5 Tagen
Quelle: www.realmoneytrader.com

Nach dem ersten Schock am 17. März 1980 setzte eine Dynamik ein, die man heute oft als „Liquidations-Todesspirale“ bezeichnet. Der Markt erholte sich nicht, sondern die Struktur brach unter dem Druck der Margin-Calls vollständig zusammen. 1 Woche nach dem Crash hatte Silber 50 Prozent verloren. Der Markt war einen Monat nach dem Crash quasi klinisch tot. Das Vertrauen war weg, die Hunts bankrott, und die Volatilität legte sich auf einem extrem niedrigen Preisniveau. Es kam nach drei Monaten zu einer Gegenreaktion bis etwa 15 Dollar. Doch die nächsten Jahre befand sich Silber anhaltend auf niedrigem Niveau.

Fazit

Es ergeben sich gleich zwei Trading-Chancen für die kurze Frist: Zunächst stehen die Chancen für eine technische Erholung gut. Doch da wir auch jetzt wieder eine Liquidations-Welle, bedingt durch drastische Margin-Anhebungen (genau wie damals) erleben, ist es wahrscheinlich, dass die gigantische Volatilität vom Freitag noch mehr Marktteilnehmer unter Druck brachte und es bald zu einer zweiten Liquidationswelle kommen wird. Für dieses Szenario haben wir ein passendes Produkt ausgesucht, das wir Ihnen nachfolgend vorstellen möchten. Häufig reagiert Silber nach riesigen Ein-Tages-Verlusten vier bis sechs Prozent gen Norden, ehe dann die Kapitulationswelle Nummer zwei losrollt.   

Open end Turbo Bear Optionsschein auf Silber

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen open end  Turbo Bear Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 118,5 USD. Bei einem aktuellen Preis von 85,3 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 2,36. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet UN3YFT.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  120 USD

Unterstützungen:  40 und 50 USD

Open end Turbo Bear Optionsschein auf Silber

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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