Russland: Kommunikation der Soldaten über Telegram-App wird ausspioiniert

Reuters · Uhr
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Moskau, ⁠18. Feb (Reuters) - Ausländische Geheimdienste spionieren nach russischen Angaben die Kommunikation der eigenen Soldaten über den Kurznachrichtendienst Telegram aus.

Es gebe zahlreiche Hinweise darauf, dass ‌die Geheimdienste die Korrespondenz einsehen könnten und die so gewonnenen Informationen gegen die russische Armee ⁠eingesetzt ⁠würden, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch Digitalminister Maksud Schadajew.Telegram zählt zu den beliebtesten Apps in Russland und wird auch von den in der Ukraine kämpfenden Truppen intensiv ‌genutzt.

Telegram steht unter wachsendem Druck ‌russischer Behörden, die den Betreibern vorwerfen, verbotene Inhalte nicht zu löschen. Die Medienaufsicht Roskomnadzor hatte ⁠erklärt, die Geschwindigkeit von Telegram zu drosseln, ‌da der Dienst gegen ⁠russische Gesetze verstoße. Telegram gehört einem aus Russland stammenden Unternehmer und hat seinen Sitz in Dubai.

Die russische Regierung hatte in ‌der vergangenen Woche ⁠bestätigt, dass WhatsApp vollständig ⁠blockiert wurde. Der zum US-Konzern Meta gehörende Kurznachrichtendienst habe lokale Gesetze missachtet. Stattdessen empfahl die Regierung den staatlich geförderten Messenger "MAX". Kritiker bezeichnen diesen als Überwachungsinstrument, was die russischen Behörden zurückweisen.

(Reuters-Büro, geschrieben von Hans Busemann, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden ⁠Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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