BASF prüft Klage auf Zoll-Erstattung in den USA
Frankfurt, 27. Feb (Reuters) - Der Chemieriese BASF prüft nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA eine Klage auf Rückerstattung von Zöllen.
"Wenn sich aus der geänderten Rechtslage tatsächlich ein Rechtsanspruch für die BASF Corporation ergibt, haben wir die treuhänderische Pflicht, diesem nachzugehen", sagte Vorstandschef Markus Kamieth am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz. Ob dies der Fall sei und in welchem Umfang, sei jedoch noch unklar. Finanzchef Dirk Elvermann verwies darauf, dass die direkten Auswirkungen der Zölle auf den Konzern "relativ gering" seien. Der Grund sei das starke lokale Geschäft, bei dem 80 bis 90 Prozent der in den USA verkauften Produkte auch dort hergestellt würden.
Das Oberste Gericht der USA hatte vergangene Woche von US-Präsident Donald Trump erlassene Zollregelungen gekippt. Bei der Entscheidung des Gerichts ging es um IEEPA-Zölle, die Trump auf Basis eines Notstandsgesetzes erlassen hatte. Durch diese wurden schätzungsweise mehr als 175 Milliarden Dollar eingenommen.
(Bericht von Patricia Weiß, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



