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Lanxess-Aktie stürzt ab - Advent will Envalior-Anteile nicht kaufen

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: T. Schneider/Shutterstock.com

Düsseldorf, 06. ⁠Mrz (Reuters) - Die Aktie des Spezialchemie-Konzerns Lanxess ist nach dem vorerst gescheiterten Ausstieg aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Finanzinvestor Advent unter Druck geraten. Advent will den restlichen Lanxess-Anteil von knapp 41 Prozent an Envalior nun doch nicht übernehmen, ‌wie das Kölner Unternehmen mitgeteilt hatte. Lanxess hätten daraus rund 1,2 Milliarden Euro gewinkt - je nachdem, wie sich das operative Ergebnis von Envalior ⁠entwickelt hat. ⁠Die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie brach darauf zeitweise um mehr als zehn Prozent auf den tiefsten Stand seit 2009 ein. Am Vormittag lag sie bei 14,80 Euro.

Anders als im September 2025 angekündigt, will Advent das restliche Envalior-Anteilspaket noch nicht übernehmen. Die Übernahme sollte bis 1. April ‌über die Bühne gehen, doch hatte sich ‌Advent damals schon einen Rückzieher vorbehalten, falls die Finanzierung nicht zustande komme. Darauf habe sich der Investor nun berufen, erklärte Lanxess. 2027 hat Advent das Recht, ⁠die Lanxess-Anteile zu erwerben, ab April 2028 kann dann Lanxess sein Anteilspaket ‌wieder ganz oder teilweise an den ⁠Partner verkaufen, der dann mindestens 50 Prozent übernehmen muss und sich nicht mehr auf eine mangelnde Finanzierung berufen kann.

Das Gemeinschaftsunternehmen war vor drei Jahren gegründet worden. Lanxess hatte dazu sein Geschäft mit ‌Kunststoff-Polymeren mit der Kunststoffsparte der niederländischen ⁠DSM zusammengelegt. Im Zuge dessen übernahm ⁠Advent die Mehrheit an Envalior. Die Chemiebranche kämpft mit einer schwächelnden Nachfrage. Lanxess hat darauf unter anderen mit Kostensenkungen reagiert. Die Beteiligung an Envalior hatte dem Konzern schon Probleme bereitet. Wegen einer unerwartet schwachen Nachfrage musste Lanxess deren Buchwert abschreiben.

Auch ohne die Einnahmen aus dem Verkauf des Envalior-Anteils in 2026 sei Lanxess langfristig solide finanziert, betonte der Konzern. Die Rückzahlung der im Oktober 2026 fällig werdenden Anleihe ⁠sei gesichert.

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