Ölpreise ziehen kräftig an

Nordseeöl Brent kostet wieder mehr als 100 Dollar

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Angesichts der anhaltenden iranischen Attacken auf den Energiesektor im Golf sind die Ölpreise am Donnerstag im frühen Handel kräftig gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete am Morgen etwas mehr als 100 Dollar und damit rund neun Prozent mehr als am Vorabend. Damit setzen sich die heftigen Schwankungen am Ölmarkt fort.

Bei einem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf ist unterdessen nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Attacke in irakischen Hoheitsgewässern stelle eine Verletzung der Souveränität des Landes dar, zitierte staatliche Nachrichtenagentur INA einen Militärsprecher.

Im Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran geraten Schiffe im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder unter Beschuss. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn fast komplett zum Erliegen gebracht.

Zu Wochenbeginn war der Brent-Preis wegen der Eskalation des Iran-Kriegs um fast 30 Prozent auf knapp 120 Dollar gestiegen. Am Dienstag fiel der Preis dann unter anderem wegen Aussagen von US-Präsident Donald Trump über ein baldiges Kriegsende wieder bis auf fast 80 Dollar zurück. Doch die Erleichterung darüber hielt nicht lange an. Auch die Ankündigung der Freigabe von strategischen Ölreserven verpuffte und die Ölpreise legten wieder kräftig zu.

Mit 100 Dollar kostet Öl der Nordseesorte Brent fast 40 Prozent mehr als vor Beginn des Iran-Kriegs vor knapp zwei Wochen. Brent gilt als Referenzsorte für den Großteil der vielen Ölsorten weltweit. Der Preis für die US-Sorte WTI, die von Analysten ebenfalls stark beachtet wird, zog wegen des Iran-Kriegs ebenfalls um rund 40 Prozent auf zuletzt 94 Dollar an./zb/jha/

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