Lanxess streicht nach Gewinneinbruch weitere Stellen

Der unter der Branchenkrise ächzende Spezialchemiekonzern Lanxess reagiert auf einen Gewinneinbruch im vergangenen Jahr mit einem weiteren Stellenabbau. Der Umsatz sank 2025 um 10,9 Prozent auf 5,673 Milliarden Euro, während das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 16,9 Prozent auf 510 Millionen Euro fiel, wie der Kölner Konzern am Donnerstag mitteilte. Nun sollen weitere 550 Stellen wegfallen, rund zwei Drittel davon in Deutschland. Für das laufende Jahr 2026 stellte der Vorstand ein operatives Ergebnis zwischen 450 und 550 Millionen Euro in Aussicht.
"Das Jahr 2025 war für die gesamte Chemieindustrie und auch für Lanxess extrem hart", sagte Vorstandschef Matthias Zachert. Positive Impulse erwarte er frühestens im zweiten Halbjahr. Als Gründe für den Rückgang nannte Lanxess die anhaltend schwache Nachfrage in fast allen Bereichen, geringere Verkaufspreise wegen gesunkener Rohstoffkosten und Preisdruck aus Asien. Zudem belasteten der Verkauf einer Geschäftseinheit sowie Währungseffekte das Ergebnis.
Der Konzern hatte bereits zuvor Sparprogramme aufgelegt. Mit den neuen Maßnahmen sollen bis Ende 2028 weitere rund 100 Millionen Euro pro Jahr dauerhaft eingespart werden. Zudem gilt für Tarifmitarbeiter zunächst eine 35-Stunden-Woche, für das Management gibt es eine Nullrunde bei den Gehältern. Die Nettofinanzverschuldung konnte Lanxess unterdessen senken. Sie ging vor allem dank des Verkaufs eines Geschäftsbereichs um 15 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro zurück.


