Atomprobleme und Preisdeckel – Aktie von EDF bricht ein

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Atomprobleme und Preisdeckel – Aktie von EDF bricht ein

Der französische Energiekonzern EDF hat nach der Bekanntgabe von neuen Problemen an einem Atomkraftwerk und staatlichen Auflagen zur Strompreisdeckelung herbe Verluste an der Börse hinnehmen müssen. Der Aktienkurs des mehrheitlich in Staatshand befindlichen Stromversorgers fiel an der Pariser Börse am Freitagmorgen zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent.

Der Konzern hatte kurz zuvor zwei schlechte Nachrichten verkünden müssen: Am Donnerstagabend teilte er mit, ein weiterer Reaktor eines Atomkraftwerks sei von einem Mangel betroffen, der bereits an vier anderen Reaktoren festgestellt worden sei oder vermutet werde. Die Reaktoren würden nun länger als vorgesehen keinen Strom produzieren. Als Folge korrigierte EDF seine Vorhersage über die in diesem Jahr produzierte Atomstrommenge nach unten.

Außerdem kündigte der Konzern Einschnitte im um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) an. Hintergrund ist eine am Donnerstag von Frankreichs Regierung angekündigte Maßnahme zur Deckelung der zuletzt stark gestiegenen Strompreise. Der Staat verpflichtet EDF, eine höhere Menge Atomstrom zu festgelegtem Preis an Konkurrenten zu verkaufen, was die Kosten für Endverbraucher deckeln soll. Die Maßnahme könnte das Ebitda in diesem Jahr laut EDF um bis zu 8,4 Milliarden Euro drücken.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: JMiks / Shutterstock.com

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