Baumärkte haben's in China schwer
Von Martin Dunzendorfer, Frankfurt
Börsen-Zeitung, 3.1.2014
Es ist nicht immer von Vorteil, der Erste zu sein. Oder einer der Ersten. In einem neuen Markt wird ein Unternehmen zuweilen mit Problemen konfrontiert, mit denen zuvor selbst bei gründlichster Vorbereitung niemand gerechnet hatte. Der Schaden - finanziell und fürs Image - kann beträchtlich sein. Potenzielle Nachzügler können daraus, ohne dass ihnen Kosten entstehen, Lehren ziehen.
So war die deutsche Baumarktkette Obi verhältnismäßig früh, zur Jahrtausendwende, in China, dem Land der schier grenzenlosen Wachstumschancen, aktiv geworden. Aus den negativen Erfahrungen, die der deutsche Marktführer und andere Baumarktbetreiber im Reich der Mitte machten, haben andere DIY-Unternehmen aus dem Westen ihre Schlüsse gezogen. So stellt Roland Pelka, Finanzvorstand des Obi-Wettbewerbers Hornbach, klar: "Die Hornbach-Gruppe hat keinerlei Expansionspläne für ...