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Bitcoin: Der Fall geht weiter – Ist der BTC in Schieflage oder langfristig noch auf Kurs?

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Bitcoin: Der Fall geht weiter – Ist der BTC in Schieflage oder langfristig noch auf Kurs?

In den letzten Tagen und Wochen musste der Bitcoin herbe Kursverluste hinnehmen. Aus Sicht von 5 Tagen steht ein Minus von über 18 Prozent zu Buche, der Kurs fiel von 8.500 Dollar auf im Tief etwa 6.600 Dollar. Auf Monatssicht beläuft sich das Minus auf über 12 Prozent, im Dreimonatsvergleich liegt die Kryptowährung sogar mit fast 32 Prozent im Minus.

Am Montag konnte der Bitcoin sich nach zunächst weiteren Rückgängen jedoch vorerst wieder aufrappeln und zurück in Richtung der 7000 Dollar Marke aufmachen. Dennoch ist er mit dem jüngsten Kursrutsch auf ein Sechs-Monats-Tief gefallen und ist bereits Ende letzter Woche unter die 200-Tage-Linie getaucht.

Negative Aussagen aus China

Als einer der Hauptgründe für den Preissturz werden die negativen Aussagen der Chinesischen Regierung angesehen. Die chinesische Notenbank will den Handel mit Digitalwährungen weiter einschränken und warnt die Öffentlichkeit vor den Gefahren durch diese, beispielsweise durch illegales Fundraising, Finanzbetrug, oder Pyramiden-Schemata. Chinas Staatspräsident Xi Jinping hatte sich zuvor sehr positiv über die Blockchain-Technologie geäußert, doch die People´s Bank of China hatte jüngst in einem Statement klar gemacht, dass Kryptowährungen nicht mit der Blockchain-Technologie verwechselt werden sollen, die die Basis für Kryptowährungen wie Bitcoin bildet. Am Freitag forderte die Volksbank Unternehmen auf, die mit Kryptowährungen zu tun haben, unangemessene Handlungen zu korrigieren.

Die chinesische Regierung hat großes Interesse an der Blockchain-Technologie, da sie ein aufstrebender Sektor mit einer Menge wirtschaftlichem Erfolgspotenzial ist und zudem einige Eigenschaften der Blockchain  den chinesischen Staatsstrukturen, die auf eine hohe Überwachung und Transparenz der Bürger abzielen, zugute kommen. Gegenüber denzentralen Kryptowährungen ist sie daher, nicht überraschend, negativ eingestellt.

Druck auf dem Mining-Sektor

Ein weiterer negativer Effekt könnte aus dem Mining-Sektor kommen, also den Unternehmen, die mit ihrer Hardware die Blockchain betreiben, Transaktionen validieren und dadurch neue Bitcoins schürfen (und diese, zumindest teilweise, auf den Markt werfen, um ihre Kosten zu decken und Gewinne zu erzielen).

Laut Vijay Ayyar, dem in Singapur ansässigen Leiter der Geschäftsentwicklung bei Crypto Exchange Luno, werden vor allem kleinere Mining-Unternehmen durch den fallenden Preis unter Druck gesetzt, was zu einem weiteren Verkauf in Richtung Break-Even von etwa 5.600 bis 6.400 Dollar führt. Dies sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

„Wir sehen, was als Mining-Kapitulation bezeichnet wird, und dies hat auf frühere starke Preissenkungen bei Bitcoin hingewiesen“, sagte er. „Zu diesem Zeitpunkt könnten die Produktionskosten im Bereich von 6.000 Dollar liegen, und daher haben wir letzte Woche einen Preisrückgang in diesen Bereich verzeichnet.“

Der Break-Even-Point beim Bitcoin-Preis bezeichnet den (geschätzten) Preis, bei dem die Mining-Unternehmen ihre Kosten für die Herstellung eines Bitcoin decken können, also die Strom- und Hardwarekosten.

Bitcoin in Schieflage oder weiterhin auf Kurs?

Angesichts der nun seit mehreren Tagen anhaltenen Verlust-Tage für den Bitcoin-Kurs scheint sich der Verkaufsdruck und die Angst der Anleger weiter zu verstärken. Weitere Support-Levels werden bei 6000 Dollar gesehen, darunter erst wieder bei der Marke von 3000 Dollar.

Auf der langfristigen Ebene sind viele Marktbeobachter jedoch weiterhin bullish. Wenn man den langfristigen logarithmischen Kurschart betrachtet, hat der Kurs die Trendlinie bisher kaum angetastet und liegt im Fahrplan.

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Auch der durch sein Stock-to-Flow-Modell auf Twitter bekannt gewordene Marktbeobachter „PlanB“ sieht den Kurs weiterhin im Rahmen seines Preismodells. Er verweist zudem darauf, dass Bitcoin aus Year-to-Date-Sicht weiterhin doppelt soch hoch steht, wie zu Beginn des Jahres.

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Von Alexander Mayer

Titelfoto: ImageFlow / Shutterstock.com

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