Bitcoin: Neues Rekordhoch – Coinbase-Hype hält an – CEO von Konkurrent Kraken hat jedoch auch warnende Worte

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Bitcoin: Neues Rekordhoch – Coinbase-Hype hält an – CEO von Konkurrent Kraken hat jedoch auch warnende Worte

Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Börsengang der US-Krypto-Börse Coinbase kann die Kryptowährung Bitcoin ein neues Allzeithoch bei 63.000 Dollar erobern. Nachdem der Kurs bereits aus dem in den letzten Wochen gebildeten Chartbild eines aufsteigenden Dreiecks ausgebrochen war, ist nun mit einem Plus von 3,7 Prozent auf Tagessicht auch das vorherige Rekordhoch bei 62.000 Dollar geknackt.

Bitcoin: Charttechnischer Ausbruch - Spannung vor anstehendem Coinbase-IPO sorgt für positives Momentum

Haupttreiber der derzeitigen Euphorie bleibt der am Mittwoch anstehende Gang aufs Parkett von Coinbase, da das Unternehmen dann das erste große, reine Kryptounternehmen sein wird, welches den Anlegern an den traditionellen Finanzmärkten als Investment zur Verfügung stehen wird.

Coinbase bald in vielen ETFs?

„Coinbase wird das größte öffentliche reine Kryptowährungsunternehmen sein“, sagte Matt Kennedy, Senior IPO-Marktstratege bei Renaissance Capital, der den Renaissance Capital IPO ETF (IPO) betreibt, gegenüber dem Nachrichtensender CNBC. „Ich gehe davon aus, dass jeder Krypto-ETF es irgendwann besitzen möchte (oder muss), und es ist möglich, dass unser ETF der erste sein wird, der es besitzt.“ Ein denkbarer Käufer großen Kalibers wäre beispielsweise auch Cathie Woods ARK Invest, da Coinbase gut in das Konzept des ARK Fintech Innovation ETF passen würde.

Auch Kraken, ebenfalls eine US-Krypto-Börse und nach Volumen der viertgrößte Krypto-Handelsplatz der Welt, erwägt im nächsten Jahr eine direkte Platzierung an der Börse wie Coinbase es macht. Kraken hat im ersten Quartal 2021 ebenfalls eine enorme Umsatzexplosion verzeichnet.

Kraken-CEO tritt auf die Euphorie-Bremse

Jedoch gibt Jesse Powell, CEO von Kraken, auch warnende Töne von sich. Er hält ein hartes Durchgreifen der Politik auf regulatorischer Ebene gegen den Kryptosektor für möglich und nennt dabei vor allem die US-Finanzministerin Janet Yellen und die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, als Beamte, die sich bereits deutlich für eine strengere Vorgehensweise gegen Kryptowährungen ausgesprochen haben. Daher hält Powell es für unwahrscheinlich, dass die regulatorische Unsicherheit für den Sektor schnell verschwinden wird.

Eine vor einigen Wochen von der US-Regierung vorgeschlagene Regel zur Bekämpfung von Geldwäsche schlägt vor, dass Personen, die ihre Krypto-Assets in einer privaten digitalen Geldbörse aufbewahren, Identitätsprüfungen unterzogen werden müssen, wenn sie Transaktionen im Wert von 3000 Dollar oder mehr tätigen. „So etwas könnte den Krypto-Sektor wirklich verletzen und den ursprünglichen Anwendungsfall töten, der darin bestand, Finanzdienstleistungen für jedermann zugänglich zu machen“, sagte Powell gegenüber CNBC. „Ich hoffe, dass die US-amerikanischen und internationalen Regulierungsbehörden diesbezüglich keine allzu enge Sicht haben. Einige andere Länder, insbesondere China, nehmen Krypto sehr ernst und nehmen eine sehr langfristige Perspektive ein.“

Laut Powell sind die USA beim Thema Kryptowährungen kurzsichtiger als viele andere Länder und „anfällig“ für den Druck der etablierten Finanzunternehmen, vor allem der Banken, die den weiteren Aufstieg von Kryptowährungen torpedieren könnten. „Ich denke auch, dass es zu spät sein könnte“, fügte Powell hinzu. „Vielleicht ist der Geist aus der Flasche und der Versuch, Bitcoin zu diesem Zeitpunkt zu verbieten, würde ihn attraktiver machen. Es würde sicherlich eine Botschaft senden, dass die Regierung dies als überlegene Alternative zu ihrer eigenen Währung ansieht. “

onvista-Redaktion

Titelfoto: Visual Generation / Shutterstock.com

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