Bitcoin: Wäre Henry Ford ein Fan der Kryptowährung gewesen? Wahrscheinlich schon, wie seine Idee der „Energy Currency“ zeigt!

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Bitcoin: Wäre Henry Ford ein Fan der Kryptowährung gewesen? Wahrscheinlich schon, wie seine Idee der „Energy Currency“ zeigt!

Vor etwa 100 Jahren hat der Automobil-Pionier und Industrielle Henry Ford seine Idee zu einer „Energiewährung“ bekannt gemacht, die ein Ersatz für Gold-gedeckte Währungen wie dem Dollar werden sollte. Das Hauptziel hinter seinem Konzept: Eine solche Art von Währung wäre im Gegensatz zu Gold nicht kontrollierbar und würde dadurch Kriege verhindern.

Jedes Land könne eine Währung ausgeben, die auf dem natürlichen Reichtum seiner Energieressourcen basiert. Der Standardwert für dieses System sollte eine bestimmte Energiemenge sein, die für eine Stunde aufgewendet wurde und einem US-Dollar entspräche. Eine durch Kilowattstunden gedeckte Währung sozusagen. Um seine Idee in der Praxis auszuprobieren, plante er in den 20er Jahren ein Kraftwerk in Muscle Shoals, Alabama zu errichten. Die New York Times berichtete darüber, hier ein Screenshot der damaligen Ausgabe, in der Ford über die Motive seiner Idee redet:

Quelle: cryptocoin.news


In dem Artikel hieß es: „Henry Ford will durch den Bau des größten Kraftwerks der Welt hier am Tennessee River Gold als Grundlage des Weltreichtums beseitigen und durch etwas anderes ersetzen - Energie-Einheiten. Und auf diese Weise, sagte er, würde der Krieg aufhören, denn Gold ist die Ursache des Krieges.“

Und hier der O-Ton von Ford selbst: „Es ist sehr einfach, wenn man es analysiert. Der Grund aller Kriege ist Gold. Wir sollten der Welt zwei Dinge demonstrieren, erstens, die Nützlichkeit, zweitens, das Erstrebenswerte daran, Gold als Basis aller Währungen zu entfernen und mit dem unveränderlichen Reichtum der Natur auszutauschen.

So gut wie jeder auf der Welt, mit Ausnahme von Zeitungen und Bankern, hat erkannt, dass die Zivilisation eine neue Ära erreicht hat. Die Zeitungen sehen es nicht und die internationalen Banker wollen es nicht sehen - Es würde Veränderungen für die Finanzwelt bedeuten und Banker wollen Veränderungen immer vermeiden.

Heutzutage gibt es eine Gruppe von internationalen Bankern, die einen großen Teil der weltweiten Goldreserven kontrollieren. Unabhängig davon, zu welchem Land sie als Individuen gehören, spielen sie alle dasselbe Spiel, das Gold, welches sie besitzen zu behalten und noch mehr zu bekommen. Das fördern, initiieren und ausfechten von Kriegen durch internationale Banker ist nichts anderes als aktiv einen Markt für Geld zu schaffen - eine Geschäftstransaktion. Wenn die Länder der verschiedenen internationalen Gruppierungen miteinander im Krieg stehen, macht das keinen Unterschied. Es spielt keine Rolle, wer den Krieg verliert, es gibt immer große Gehälter zu kassieren - Das Goldsystem gewinnt immer. Die jungen Männer zwischen 18 und 30 Jahren kämpfen im Krieg, werden verletzt oder getötet, während die Internationalisten sicher sind und profitieren.

Vor zehn Jahren sagte ich, dass ich jede Unze meiner Energie und Hirnleistung dazu nutzen will, um Kriege zu verhindern. Ich meinte nie etwas aufrichtiger, und darum will ich Muscle Shoals (die Stadt in Alabama, in der Ford ein Kraftwerk zur Energiegewinnung errichten wollte). Ich sehe einen Weg, mit dem man, falls es funktionieren sollte, mehr dazu beitragen kann, Kriege zu verhindern, als tausend Jahre der Agitation.

Das essenzielle Böse an Gold in Bezug auf Krieg ist, dass man es kontrollieren kann. Breche die Kontrolle und du stoppst Kriege. Und der einfachste Weg, um die Kontrolle dieser internationalen Banker zu beenden, der Weg um ihre Ausnutzung der Gesellschaft für immer zu beenden, ist es, Gold als Basis für die Währungen dieser Welt zu entfernen.“

Ist Bitcoin heute das, was Henry Ford vor 100 Jahren realisieren wollte?

In den 1920er Jahren gab es keine Möglichkeit, Fords Plan in die Realität umzusetzen, da es praktisch unmöglich war, den wirtschaftlichen Wert anhand des Energieverbrauchs zu bestimmen. Zudem gab es auch Widerstände wirtschaftlicher Natur, da ein solches Unterfangen das von Ford skizzierte Geldmonopol angegriffen hätte.

100 Jahre später ist mit Bitcoin jedoch im Grunde genau das umgesetzt worden, was Ford sich vorgestellt hatte. Eine dezentrale, nicht kontrollierbare Währung, die durch eine Energieleistung gedeckt wird. Bitcoin kann durch sein Validierungskonzept des „Proof of Work“ nur mit einer Menge Energieaufwand/Strom hergestellt werden, da immer mehr Hardware zur Erzeugung neuer Speicherblöcke der Blockchain benötigt wird, je mehr Miner sich dem Bitcoin-Netzwerk anschließen. Und durch den dezentralen Aufbau der Blockchain ist es Staaten im Grunde unmöglich, die Kryptowährung in irgendeiner Form zu kontrollieren – höchstens indirekt, durch das Verbieten von Handelsbörsen.

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Wenn man sich Fords Ausführungen durchliest, könnte man anmerken, dass Gold ohnehin bereits nicht mehr die Basis des Geldes ist. Der Goldstandard wurde abgeschafft und mittlerweile existiert ungedecktes Zentralbankgeld, sogenanntes „Fiat-Geld“. Doch was Ford meinte, war die Kontrolle des Geldes – dadurch, dass das Gold durch die Finanz-Industrie kontrolliert wurde, hatte man auch die Kontrolle über das Geld. Im heutigen System herrscht immer noch ein Geldmonopol durch die Zentralbanken und Geschäftsbanken haben durch die Möglichkeit der Kreditschöpfung aus dem Nichts – dadurch, dass sie nur einen geringen Teil des geschöpften Geldes als Eigenkapital vorhalten müssen – ebenfalls die Geldhebel in der Hand. Angesichts dessen, dass das Geldsystem immer mehr aus den Fugen gerät – siehe die extrem wachsenden weltweiten Schulden, die lange Nullzins- bis hin zur Negativzinsphase, die künstliche Geldversorgung an den Repo-Märkten durch die FED und so weiter – könnten dezentrale Kryptowährungen wie Bitcoin eine möglicherweise besser funktionierende Alternative darstellen. Von daher wäre Ford vielleicht wirklich ein Fan von Bitcoin geworden, würde er heute noch leben.

Jedoch ist auch Bitcoin ein Währungsexperiment mit einigen Problemen. Die Schöpfung mag dezentral sein, doch der Markt ist sehr zentriert, da einige wenige einen großen Teil der im Umlauf befindlichen Bitcoins besitzen. Auch die Mining-Industrie hat Tendenzen der Zentralisierung, da sich beispielsweise ein Großteil der Mining-Farmen in China befinden. Die Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken von Bitcoin können Sie in unserer Investment-Empfehlung im Detail nachlesen:

onvista-Investment-Idee: Gehört Bitcoin ins Portfolio oder nicht?

Von Alexander Mayer

Titelfoto: Olga Popova / Shutterstock.com

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