Dax: Leitindex unentschlossen zu Handelsbeginn – Sixt und Verbio mit neuen Höchstständen – Software AG unter Druck

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Dax: Leitindex unentschlossen zu Handelsbeginn – Sixt und Verbio mit neuen Höchstständen – Software AG unter Druck

Nach dem Rückschlag zu Wochenbeginn hat sich der Dax am Dienstag stabilisiert: Wenige Minuten nach Handelsbeginn notierte der deutsche Leitindex 0,03 Prozent im Minus bei 15 470,18 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen stieg um 0,08 Prozent auf 34 418,53 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,05 Prozent auf 4153,58 Zähler vor.

„Die Konsolidierungsphase nach dem starken Anstieg in der Vorwoche geht heute zunächst in die Verlängerung“, kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets. „Allerdings schwelen im Hintergrund die altbekannten Risikofaktoren wie die steigenden Energiepreise und damit verbundene Inflationsängste, ein bevorstehender Kurswechsel raus aus der ultralockeren Geldpolitik, aber auch die Turbulenzen auf dem chinesischen Immobilienmarkt weiter.“

Verbio und Sixt klettern weiter

Während die Papiere von Verbio ohne größere Nachricht klettert, wirkt bei Sixt wohl noch die Aussage vom Wochenende nach. Da hatte der Autovermieter angekündigt, dass die Preise für Mietwagen weiter hoch bleiben.

Software AG unter Druck

Die Software AG kann weiter auf ihre angestammte Datenbanksparte zählen – lässt beim wichtigen Digitalgeschäft mit Integrationssoftware aber nach wie vor zu Wünschen übrig. Am späten Montagabend senkte das MDax -Unternehmen überraschend die Aussichten für die erklärte Wachstumssparte, nachdem im dritten Quartal weniger Aufträge für die Software eingingen als erwartet. Die Darmstädter gehen nun im Gesamtjahr von einem währungsbereinigten Anstieg der Auftragseingänge von 13 bis 17 Prozent in dem Bereich aus. Bisher waren 15 bis 25 Prozent Plus angepeilt. Dafür hellten sich die Pläne für das Datenbankgeschäft weiter auf – was dank der Margenstärke des Geschäfts auch die Profitabilität insgesamt im laufenden Jahr etwas besser ausfallen lässt.

So rechnet das Management um Konzernchef Sanjay Brahmawar bei der Datenbanksparte Adabas & Natural (A&N) nun mit einem währungsbereinigten Rückgang der Aufträge von 8 bis 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr statt mit einem Minus zwischen 20 und 30 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen dürfte 17 bis 19 Prozent vom Umsatz erreichen. Das ist etwas mehr als bisher mit 16 bis 18 Prozent veranschlagt. Der gesamte Produktumsatz dürfte nach wie vor um 0 bis 5 Prozent zulegen, wenn Wechselkurseinflüsse herausgerechnet werden.

Im dritten Quartal gingen im Digitalgeschäft laut vorläufigen Zahlen währungsbereinigt 6 Prozent mehr sogenannte Bookings ein als im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage sei weiterhin stark, doch bräuchten einige eingeplante Vertragsabschlüsse länger als gedacht, hieß es vom Unternehmen. Die Bookings sind eine normierte Angabe für die Höhe des Auftragseingangs – sie geben an, wie viel Erlös das Unternehmen bei einem standardmäßig drei Jahre laufenden Vertrag mit den eingehenden Bestellungen erzielen würde.

In der Datenbanksparte legten die Bookings um währungsbereinigt 2 Prozent zu, nachdem die schon in der ersten Jahreshälfte deutlich besser als erwartet abgeschnitten hatten. Die Kunden modernisierten weiter ihre Ausstattung in dem Bereich, hieß es. Das Geschäft wirft hohe Margen ab, gilt aber strukturell nicht als Wachstumsträger.

Die Mittelfristprognosen bis 2023 bestätigte das Unternehmen. Chef Brahmawar hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Darmstädter Konzern nach vielen Jahren der Stagnation endlich wieder in die Wachstumsspur zu bringen und investiert dafür in diesem und dem kommenden Jahr viel Geld. Unter anderem werden Kunden konsequent auf das Abonnementmodell umgestellt. Das belastet aber die reinen Umsatzzahlen, weswegen das Management die Aufträge derzeit als zentrale Größe zur Beurteilung des Geschäftsverlaufes ansieht.

An diesem Donnerstag (21. Oktober) will die Software AG dann die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal vorlegen.

redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: Anathomy / shutterstock.com

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