Eigenheimabsatz in USA auf höchstem Stand seit 2006

Reuters

Washington (Reuters) - Der Eigenheimabsatz in den USA hat Ende 2020 dank niedriger Zinsen überraschend zugelegt.

Die Verkäufe bestehender Häuser stiegen im Dezember zum Vormonat um 0,7 Prozent auf eine bereinigte Jahresrate von 6,76 Millionen, wie der Immobilienmakler-Verband NAR am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten mit einem Rückgang auf 6,55 Millionen gerechnet. Verkäufe von Bestandshäusern, die den Großteil der gesamten Eigenheimverkäufe ausmachen, kletterten im Dezember um gut 22 Prozent binnen Jahresfrist und lagen im Gesamtjahr 2020 mit 5,64 Millionen auf dem höchsten Stand seit 2006.

"Der Immobilienmarkt profitiert weiter von dem niedrigen Zinsumfeld und ungeachtet der noch immer schwachen Situation am US-Arbeitsmarkt", erklärte Helaba-Experte Ralf Umlauf. "Denn die Verkaufszahlen liegen weiterhin deutlich oberhalb des Vorkrisenniveaus." Niedrige Hypothekenzinsen kommen dem Markt zwar zugute, allerdings könnten steigende Hauspreise die Dynamik in den nächsten Monaten bremsen. In der Corona-Krise drängt es Amerikaner verstärkt an den Stadtrand oder sogar aufs Land. Denn viele Menschen arbeiten derzeit ohnehin im Homeoffice und viele Schulen machen Online-Unterricht. Im Gesamtjahr 2020 stiegen die Hauspreise um neun Prozent, allein im Dezember um 12,9 Prozent.

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