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Entsprechen die Tech-Giganten Microsoft, Apple, Amazon und Co. ihren astronomischen Bewertungen oder platzt die Blase bald?

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Entsprechen die Tech-Giganten Microsoft, Apple, Amazon und Co. ihren astronomischen Bewertungen oder platzt die Blase bald?

Wenn man auf den langjährigen Bullenmarkt zurückblickt, der nach der Finanzkrise 2008 eingesetzt hat, dann wird man erkennen, dass vor allem die Tech-Industrie ganz oben auf der Welle geritten ist. Und unter den Tech-Werten gab es sechs große Titel, die heute mehr den je als Giganten auf den Rest der Aktienmärkte herabblicken, teilweise wie bei Apple oder Microsoft hoch oben von einer Marktkapitalisierung von unfassbaren einer Billionen Dollar.

Ist diese Bewertung gerechtfertigt, oder stecken die FAANGs in einer Blase, die bald platzen könnte? Laut Rob Arnott, Partner und Vorstandsvorsitzender von Research Affiliates, der ein Vermögen von 184 Milliarden Dollar verwaltet, ist es unwahrscheinlich, dass der starke Bewertungsanstieg anhalten wird. Und in der Tatsache, dass mit diesen Unternehmen eine so hohe Konzentration von Vermögen in nur einer Handvoll Assets liegt, sieht er eine große Bedrohung für die Finanzmärkte.

Kann es ewig so weitergehen?

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Laut Arnott wurde der starke Abverkauf an den Märkten in Q4 2018 zum Teil auch davon herbeigeführt, dass die großen 6 von ihren Höchstständen nachgegeben haben. Dies verstärkte die Einschätzung einer Reihe von Kommentatoren, darunter Analysten von Canaccord Genuity, dass die Gruppierung eine Blase darstelle.

„Wenn man dabei irgendwie ein Bewertungsmodell verwenden will, muss man zunächst von unplausiblem Wachstum ausgehen, um es zu rechtfertigen. Und zweitens interessieren sich viele Käufer nicht für Bewertungen, sondern nur für die Story. Werden diese Aktien ein so beeindruckendes Wachstum erzielen, dass sie ihre derzeitige Marktkapitalisierung rechtfertigen, oder sind diese Wachstumserwartungen unplausibel? Wir haben natürlich keine Kristallkugel, aber wir würden empfehlen, nicht auf die Fortsetzung der Dynamik zu setzen “, sagte Arnott gegenüber Financial News.

Laut Arnott haben Facebook, Apple, Netflix, Microsoft, Amazon und Alphabet eine gemeinsame Marktkapitalisierung von rund 4,2 Billionen Dollar. Das sind laut Arnott rund 15 Prozent des gesamten US-Aktienmarktes von insgesamt 30 Billionen Dollar. Damit liegen diese 6 Unternehmen über der Marktkapitalisierung von 59 von insgesamt 61 Ländern, die im Morningstar Global Markets Index abgebildet sind. „Der gesamte US-Gesundheitssektor ist kleiner als diese 6 Unternehmen, das ist erschreckend.“

Im Frühjahr 2019 hat die Investmentbank Goldman Sachs in einer Auswertung aufgezeigt, dass gerade einmal 10 Konzerne für ein Viertel des gesamten Gewinns seit dem Start des Bullenmarkts 2009 verantwortlich waren, darunter einige der FAANGs.

Da der S&P 500 nach der Marktkapitalisierung seiner gelisteten Unternhemen gewichtet ist, lässt sich sein Aufschwung direkt mit dem gewaltigen Wachstum der größten Konzerne erklären. Die zwei FAANG-Unternehmen in der Liste, Amazon und Apple, haben beispielsweise eine annualisierte Performance von 39, beziehungsweise 32 Prozent hingelegt und ihre Marktkapitalisierung extrem ausgeweitet.

Laut einem der führenden Wertpapier-Analysten von Goldman Sachs, David Kostin, hat der IT-Sektor 22 Prozent der gesamten Index-Entwicklung in diesem Zeitraum beigetragen. Ein Großteil der 10, den S&P treibenden Unternehmen sind im Technologie-Sektor beheimatet.

Lesen Sie auch: FAANGs waren der Hauptmotor des 10 jährigen Bullenmarktes – Wird er auch durch sie beendet?

Auch die anderen Tech-Giganten Facebook, Google, Netflix und Co. haben mit exponentiellen Kursschüben ihren Teil zum bisher längsten Bullenmarkt beigetragen. Mit Zuwächsen von 500 bis 2500 Prozent dominieren sie mindestens seit der Finanzkrise nicht nur die Technologiebranche, sodass es nicht abwegig erscheint, diese Ära als goldene Ära der FAANG-Konzerne (Facebook Amazon Apple Netflix Google) zu bezeichnen. Microsoft kommt in diesem Wortspiel zwar nicht vor, war jedoch ebenfalls einer der Haupttreiber und wird von Arnott in seiner Analyse mit aufgenommen. Er spricht von den FANMAG, statt von FAANG.

onvista-Redaktion

Titelfoto: metamorworks / Shutterstock.com

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