EZB-Vize dämpft Inflationssorgen - Teuerung wird 2022 zurückgehen

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Trotz des aktuell kräftigen Preisauftriebs ist laut EZB-Vizechef Luis de Guindos für nächstes Jahr mit einem Abflauen der Inflation zu rechnen. Er sei fest davon überzeugt, dass die Teuerungsrate 2022 zu sinken beginne, sagte der Spanier am Mittwoch auf einer Finanzkonferenz. Allerdings räumte er ein, dass es etwas länger dauern dürfte, bis sich die Teuerungsrate dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent annähere. Die Inflationsrisiken seien moderat nach oben gerichtet.

Es gebe noch keine Anzeichen dafür, dass die Inflation über hohe Lohnabschlüsse angetrieben werde. "Doch es ist zu erwarten, dass das Lohnwachstum 2022 höher ausfallen wird als 2021", fügte er hinzu. Die Geldpolitik müsse vor diesem Hintergrund mit Blick auf die Lohnrunden wachsam bleiben.

Kräftig gestiegene Energiepreise haben die Inflation im Euro-Raum im November auf ein Rekordniveau von 4,9 Prozent getrieben. Im September hatten die EZB-Volkswirte in ihren Projektionen für 2022 eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent veranschlagt, die 2023 auf 1,5 Prozent sinken soll. Zur Zinssitzung am 16. Dezember werden die Prognose-Zahlen aktualisiert.

(Reporter: Reinhard Becker, Balazs Koranyi, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)

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