Katalonien-Dialog beginnt doch nicht am Montag

dpa-AFX

MADRID/BARCELONA (dpa-AFX) - Das vereinbarte Dialogforum zur Beilegung des Unabhängigkeitskonflikts in Katalonien beginnt doch nicht am kommenden Montag. Regionalpräsident Quim Torra habe dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez mitgeteilt, dass er den von diesem vorgeschlagene Termin in Madrid aus privaten Gründen nicht wahrnehmen könne, berichtete das spanische Fernsehen am Donnerstag.

"Ich bedauere, dass dieser Dialog auf dem falschen Fuß beginnt", schrieb Torra in einem Brief an Sánchez. Er warf dem Regierungschef vor, den Termin "einseitig" und "ohne Vereinbarung" öffentlich gemacht zu haben. Gleichzeitig forderte Torra, dass ein internationaler Vermittler den Gesprächen beiwohnen solle. Der Separatist schlug fünf Alternativtermine in den kommenden Tagen vor.

Sánchez und Torra hatten die Einrichtung des Forums am 6. Februar bei ihrem ersten Treffen seit Ende 2018 vereinbart. "Es ist klar, dass wir (im Konflikt) einen sofortigen Kurswechsel einleiten müssen", sagte Sánchez damals. Der Sozialist regiert seit Januar in einer Koalition mit dem Linksbündnis Unidas Podemos.

Im Januar hatte er der größten katalanischen Separatistenpartei ERC zugesagt, innerhalb kurzer Zeit einen Dialog mit der abtrünnigen Region im Nordosten des Landes anzustoßen. Als Gegenleistung hatte sich die Partei bei der entscheidenden Parlamentsabstimmung über Sánchez' Wahl zum Ministerpräsidenten enthalten und ihm so am 7. Januar ins Amt verholfen./cfn/DP/jha

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