Libanon will mit IWF wieder über Rettungsprogramm verhandeln

dpa-AFX · Uhr
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BEIRUT (dpa-AFX) - In seiner sich verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise bemüht sich der Libanon erneut um Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das hoch verschuldete Land habe die Gespräche darüber mit dem IWF wieder aufgenommen, teilte das Finanzministerium in Beirut am Montag mit. Die libanesische Regierung sei bereit, "Fortschritte zu einer Einigung über ein angemessenes Rettungsprogramm" zu machen und habe ein Team gebildet, um "so rasch wie möglich" entsprechende Gespräche zu beginnen.

Eine IWF-Sprecherin bestätigte, dass Ministerpräsident Nadschib Mikati in einem Schreiben das Interesse an einem Hilfsprogramm ausgedrückt habe. Diskussionen auf technischer Ebene über die dafür nötigen Reformen sollten in den kommenden Tagen beginnen. Der Libanon hatte bereits im Mai 2020 Verhandlungen mit dem IWF über ein Rettungsprogramm begonnen, die Gespräche verliefen aber zäh und brachten keine wirklichen Fortschritte.

Im März 2020 hatte das Land den ersten Zahlungsausfall seiner Geschichte erlebt, als eine fällige Anleihe in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar nicht bedient werden konnte. Seitdem wuchs die Sorge vor einem Staatsbankrott. Das libanesische Pfund hat seit 2019 mehr als 90 Prozent seines Werts verloren. Laut UN leben heute mehr als 70 Prozent der Bevölkerung in Armut./jot/DP/ngu

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