Linke warnt vor Milliardengrab bei Lufthansa

dpa-AFX · Uhr

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die "Gefahr einer gigantischen Geldverbrennung" sieht der Linken -Politiker Victor Perli bei einem falsch geplanten Einstieg des Bundes bei der Lufthansa . Er tritt für eine Verstaatlichung ein. Eine stille Beteiligung und weitere KfW-Kredite wären schwere Fehler, erklärte der Haushaltsexperte am Montag in Berlin. "So zahlt die Bundesregierung viel Geld für wenig Einfluss und das Risiko einer gigantischen Geldverbrennung." Statt neuer Schulden müsse mit der Staatshilfe das Eigenkapital der Lufthansa erhöht werden.

Die Große Koalition wiederhole die Fehler, die bereits bei der Commerzbank-Rettung gemacht worden seien, kritisierte Perli. Der Bund hatte die Commerzbank in der Finanzkrise 2009 mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrt und war als Anteilseigner eingestiegen. Die direkten Hilfen hat die Commerzbank zurückgezahlt, größter Einzelaktionär des Geldhauses ist der Bund aber nach wie vor mit einem Anteil von gut 15 Prozent.

Eine Trennung von den Anteilen wäre für den Bund angesichts des deutlich gesunkenen Aktienkurses derzeit ein Verlustgeschäft./ceb/DP/zb

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