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Nordex: Neuer Auftrag lässt Aktie anziehen ++ Osram: AMS-Übernahme nicht rosarot ++ Metro: Zahlen finden keinen großen Anklang

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Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Die Zinsentscheidung der Fed ist noch gar nicht richtig verarbeitet worden, da ist schon die EZB unter Christine Lagarde an der Reihe und auch der Insel wird heute gewählt.

Nordex: Neuer Auftrag lässt Aktie anziehen ++ Osram: AMS-Übernahme nicht rosarot ++ Metro: Zahlen finden keinen großen Anklang

US-Notenbank überrascht nicht

Die US-Notenbank Fed hat angesichts einer robusten Wirtschaft eine abwartende Geldpolitik in Aussicht gestellt. Wie von Ökonomen erwartet wurde der Leitzins nicht angetastet. Das Zielband für den Leitzins „Fed Funds Rate“ bleibe in einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent, teilte die Fed am Mittwoch in Washington mit. Zuvor hatte die Notenbank in diesem Jahr den Leitzins drei Mal in Folge um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Im vergangenen Jahr hatte die Fed noch vier Mal die Zinsen angehoben.

Die Fed signalisiert für die nähere Zukunft unveränderte Zinsen. „Der Ausschuss ist der Ansicht, dass der derzeitige geldpolitische Kurs angemessen ist, um eine nachhaltige Expansion der Wirtschaftstätigkeit, starke Arbeitsmarktbedingungen und eine Inflation nahe dem Zwei-Prozent-Ziel zu unterstützen“, heißt es in einem Kommentar zur Zinsentscheidung. Zudem deuten die Prognosen der Fed-Mitglieder für 2020 auf einen unveränderten Leitzins hin. „Die Geldpolitik der US-Notenbank ist gut ausgerichtet, um den Amerikanern zu dienen“, sagte Notenbankchef Powell nach der Sitzung.

Lagarde wird wohl auch nichts ändern

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird auf der ersten Zinssitzung unter Leitung ihrer neuen Präsidentin Christine Lagarde wohl zunächst zurückhaltend vorgehen. Nachdem sich die wirtschaftliche Lage zuletzt stabilisiert und im Rahmen der EZB-Erwartungen entwickelt hat, besteht laut Beobachtern zunächst kein Handlungsbedarf. An diesem Donnerstag werden daher weder beim Leitzins noch bei den anderen geldpolitischen Instrumenten Änderungen erwartet.

Nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer spricht alles für eine abwartende Haltung. Er verweist auf übereinstimmende Aussagen von EZB-Ratsmitgliedern laut denen sich die wirtschaftliche Lage im Euroraum im zweiten Halbjahr stabilisiert hat. Zudem sei ein Brexit ohne eine Einigung erst einmal vom Tisch und im Handelsstreit zwischen den USA und China gebe es Hoffnung auf ein Teilabkommen. In der Eurozone dürfte der Leitzins also bei 0,0 Prozent bleiben. Der Einlagesatz, zu dem Banken überschüssiges Geld bei der EZB parken können, verharre demnach mit minus 0,5 Prozent tief im negativen Bereich.

Wahl in Großbritannien schon etwas spannender

Selten dürfte eine Parlamentswahl in Großbritannien so weitreichende Konsequenzen gehabt haben wie diese: Die Briten wählen an diesem Donnerstag neue Abgeordnete und bestimmen damit indirekt auch, wie es mit dem geplanten EU-Austritt weitergehen soll. Die Wahllokale sind von 08.00 Uhr (MEZ) bis 23.00 (MEZ) geöffnet. Umfragen zufolge dürfte die Konservative Partei von Premierminister Boris Johnson eine absolute Mehrheit der Sitze im Unterhaus gewinnen. Der Regierungschef braucht eine stabile Mehrheit, um sein Brexit-Abkommen durchs Parlament zu bringen. Er will dann das Land am 31. Januar aus der EU führen.

Doch die oppositionelle Labour-Partei hat in den vergangenen Tagen aufgeholt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu einem „hung parliament“ kommt, einer Sitzverteilung, die keiner der beiden großen Parteien eine Regierungsbildung mit eigener Mehrheit ermöglicht. Dann wäre sogar eine Minderheitsregierung mit Labour-Chef Jeremy Corbyn als Premierminister denkbar. Corbyn will den Brexit noch einmal verschieben, um einen eigenen Austritts-Deal auszuhandeln, über den die Briten in einem zweiten Referendum abstimmen sollen. Die Alternative dazu wäre ein Verbleib in der Staatengemeinschaft.

Dax bleibt in Wartehaltung

Angesichts der vielen Termine lehnen sich die Anleger heute nicht sehr weit aus dem Fenster. Der deutsche Leitindex startet aber positiv in den Tag. Der erste Kurs auf der Handelstafel in Frankfurt lautet 13.175,24 Punkte. Im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs ein Plus von 0,22 Prozent.

Nordex: Auftragsbücher werden weiter fleißig gefüllt

Die Nordex Group hat ihren ersten Auftrag für Turbinen des Typs N149/4.0-4.5. aus Chile erhalten. Der internationale Wind-und Solarprojekteentwickler Mainstream Renewable Power hat 18 Anlagen der Delta4000-Serie für den Windpark „Alena“ bestellt. Die Nordex Group liefert die N149-Turbinen im Betriebsmodus von je 4,8 MW aus. Mainstream hat die Nordex Group auch mit einem Premium Service-Vertrag über 15 Jahre beauftragt, mit der Option zur Verlängerung um weitere fünf Jahre. Der Beginn der Errichtung der Turbinen ist für Herbst 2020 vorgesehen.

Der 86-MW-Windpark „Alena“ entsteht in der Region Bío-Bío. Auf Nabenhöhe von 145 Metern herrschen vor Ort mittlere Jahreswindgeschwindigkeiten von ca. 6,8 Meter pro Sekunde. Nach der Fertigstellung Anfang 2021 liefert „Alena“ jährlich über 270 GWh sauberen Strom.

„Es freut mich, dass wir mit Mainstream Renewable Power einen international sehr erfahrenen, führenden Projektentwickler als Kunden gewinnen konnten. Das in unser Unternehmen und unsere Technologie gesetzte Vertrauen ist für uns Ansporn und Motivation zugleich. Dieser Auftrag zeigt auch, dass wir mit unserem bestehenden Produktangebot unseren Kunden eine flexible Lösung bieten, die höchste Erträge an weltweit sehr unterschiedlichen Windstandorten erwirtschaften können“, so Patxi Landa, Vertriebsvorstand der Nordex Group.

Osram: Zwei Welten prallen aufeinander – geht das auch gut?

Die Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram durch den österreichischen Sensorhersteller AMS ist nach Ansicht von Osram-Chef Olaf Berlien mit Risiken verbunden: „Meine größte Sorge ist, dass die Integration nicht gelingt“, sagte Berlien in einem Interview mit dem Handelsblatt (HB) am Donnerstag.

Bei der Übernahme würden sehr unterschiedliche Firmenkulturen aufeinander treffen. „Hier ist das 113 Jahre alte Unternehmen Osram, ingenieurgetrieben und manchmal etwas langsam. Und da ist AMS mit einer Start-up-Mentalität“, so Berlien weiter. Wenn der eine den anderen dominieren wolle, gehe das schief. Daher strebe man jetzt eine Fusion unter Gleichen an.

Im Übrigen müsse auch gefragt werden, was die Alternative gewesen wäre. „Am Schluss haben etwa 45 Prozent der Osram-Aktien Hedgefonds gehört. Da bin ich über einen stabilen Mehrheitsaktionär ganz froh“, erklärte der Konzernchef.

AMS sei stark im Handymarkt, Osram sei es bei Autolicht. Gemeinsam könnten nun neue Produkte entwickelt werden, zum Beispiel für das autonome Fahren, wo sich beide Technologien ergänzen würden. „So können wir einen europäischen Champion schaffen – und es gibt nicht mehr viele Technologieführer in Europa“, ergänzte Berlien.

Der Osram-Chef räumte indes ein, dass der neue Konzern nach der Übernahme eine hohe Verschuldung haben werde. Es gebe jedoch ein Aber: „AMS hat im vergangenen Quartal 300 Millionen Euro Free Cashflow gemacht. Solange die Auftragslage gut bleibt, besteht die Hoffnung, dass die Verschuldung schnell sinkt“, sagte Berlien.

Kurz & knapp:

Metro: Im vergangenen Jahr schrieb der Handelskonzern Verluste. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 126 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 333 Millionen erzielt worden war. Hauptverantwortlich waren dabei Abschreibungen auf Real. Im fortgeführten Geschäft konnte Metro den Gewinn um knapp 14 Prozent auf 405 Millionen Euro steigern. Dabei profitierte der Konzern auch von dem Verkauf von Immobilien. Metro-Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,70 Euro erhalten. Die Umsätze stiegen leicht um 1,1 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro. Hier lasteten negative Wechselkurseffekte auf dem Wachstum. Dynamisch zeigte sich das Belieferungsgeschäft.

Bertrandt: Der Entwicklungsdienstleister für die Auto- und die Luftfahrtbranche hat im vergangenen Geschäftsjahr wegen der Probleme bei den Autoherstellern und Zulieferern operativ weniger verdient. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist um 16,4 Prozent auf 60,3 Millionen Euro gefallen. Damit sank der Gewinn etwas stärker, als von Bloomberg befragte Experten erwartet hatten. Bertrandt selbst hatte im Sommer wegen der Schwäche der Autobranche die Ebit-Prognose auf 52,1 bis 80,3 Millionen Euro gesenkt. Der Umsatz legte in den zwölf Monaten bis Ende September wie von Analysten erwartet leicht auf 1,06 Milliarden Euro zu. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Bertrandt mit einem Umsatzplus zwischen 20 und 50 Millionen Euro. Das Ebit soll zwischen 54 und 83,2 Millionen Euro liegen. Die von Bloomberg befragten Experten gehen im Geschäftsjahr 2019/20 bislang von einem Umsatz von 1,09 Milliarden Euro und einem Ebit von knapp 70 Millionen Euro aus.

Dürr: Die britische Investmentbank HSBC hat die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft, wenngleich das Kursziel auf 34 Euro belassen wurde. Die Konsensschätzungen für den Anlagenbauer für die Auto- und Möbelindustrie dürften die Talsohle erreicht haben, schrieb Analyst Richard Schramm in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Für 2021 sehe er bei den Markterwartungen nun mehr Luft nach oben als Risiken. Zudem signalisiere die jüngste Auftragsentwicklung eine stabile Entwicklung des Geschäfts mit der Autoindustrie.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

Foto: Lukassek/shutterstock.com

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