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Steinhoff-Aktie: Morgen steht die Bilanz für 2018 an – Besteht noch Hoffnung oder gilt das Sprichwort „Schlimmer geht´s immer“?

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Steinhoff-Aktie: Morgen steht die Bilanz für 2018 an – Besteht noch Hoffnung oder gilt das Sprichwort „Schlimmer geht´s immer“?

Am morgigen Dienstag will der Möbelhändler Steinhoff sein Ergebnis für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlichen. Nicht ganz einen Monat später, am 12. Juli, sollen dann die Zahlen für das erste Halbjahr 2019 folgen und am 30. August findet die Hauptversammlung statt. Zudem ist im Juli auch eine Analystenkonferenz angesetzt.

Allerdings steht für diese Veranstaltung noch kein Termin fest. Auch ist nicht ganz klar, wer teilnehmen soll. Aktuell hat sowieso kein Experte die Aktie wirklich auf dem Radar, da ein Blick in die Zukunft von Steinhoff aktuell eher in den Bereich Wahrsagerei fällt, als einer normalen Analyse.

2017er Bilanz war bereits desaströs – wird die nächste noch schlimmer?

Dennoch werden wohl einige gebeutelte Anleger hoffen, dass die Zahlen 2018 besser werden, als die desaströsen Ergebnisse von 2017. Am 7. Mai hatte Steinhoff die Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht. Im Vorfeld des Termins war ein Anstieg des Kurses zu beobachten. Anleger, die auf gute Nachrichten spekuliert hatten, wurden jedoch bitterlich enttäuscht. Die endgültigen Zahlen für 2017 waren katastrophal und schickten den Kurs wieder auf Talfahrt.

Ende Mai wurde zudem eine Sammelklage wegen dem Bilanzskandal beim Oberlandesgericht Frankfurt aufgesetzt. Als erste Instanz hat das Landgericht Frankfurt mehrere gleich gerichtete Schadenersatzklagen enttäuschter Steinhoff-Aktionäre zusammengefasst und zur Klärung grundsätzlicher Rechtsfragen dem nächsthöheren Gericht vorgelegt. Beobachter befürchten daher, dass die Bilanz für 2018 noch düsterer ausfallen könnte, weil eine wachsende Schar von Investoren Schadenersatz fordert. Der frühere Chairman Christo Wiese allein verlangt von Steinhoff knapp 4 Milliarden Euro zurück.

Der Niedergang der Aktie

Der Bilanzskandal hat Steinhoff schwer erschüttert. Seit der Ankündigung der Bilanzunregelmäßigkeiten Ende 2017 wurde der Börsenwert des Unternehmens fast vollständig vernichtet. Mitte Dezember 2015 wagte Steinhoff der Sprung an die Börse. Drei Tage zuvor gab es bereits eine Razzia in der Europa-Zentrale. Diese Vorwarnung störte die Anleger aber zunächst nicht wirklich. Die Aktie schaffte sogar den Sprung über 6 Euro, um danach eine rasante Abwärtsfahrt hinzulegen und zum Pennystock zu verkommen.

Steinhoff 5-Tageschart

Aus kurzfristigem Blickwinkel konntee die Aktie seit Anfang letzter Woche wieder überraschend etwas Boden gut machen und hat zeitweise wieder an der 10-Cent-Marke gekratzt. Ein ähnliches Bild wie vor dem letzten Bilanz-Veröffentlichungstermin. Am Montag steht sie mit einem Minus von 1 Prozent wieder bei 0,09 Euro. Ob die Anleger wieder so enttäuscht werden wie letztes Mal, wird sich morgen zeigen.

Der Bilanzskandal

2017 kam dann der milliardenschwere Bilanzskandal an die Öffentlichkeit: Eine Gruppe Topmanager hat über Jahre hinweg systematisch Transaktionen generiert, um im großen Stil die Bilanzen zu fälschen. Es ging dabei um fiktive Buchungen im Wert von 6,5 Milliarden Euro, die bis in das Jahr 2009 zurückreichen. Die Manager haben laut Bericht mit einigen Kollegen und firmenfremden Personen zusammengearbeitet, um die fragwürdigen Transaktionen zu arrangieren. Im Mittelpunkt des Skandals steht der ehemalige Konzernchef Markus Jooste sowie eine kleine Gruppe weiterer Manager. In Deutschland war Steinhoff für die Möbelkette Poco bekannt, die mittlerweile an den Konkurrenten XXXLutz verkauft worden ist.

Lesen Sie auch: Bekommt Steinhoff die Krise in den Griff? Der Bilanzskandal und seine Nachwirkungen

onvista-Redaktion/dpa-AFX

Titelfoto: Sergey Nivens / Shutterstock.com

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