Vorbörse: Neue Spannungen zwischen USA und China erwartet – Dax fällt wieder unter 11.000 – Öl auch schwächer

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Vorbörse: Neue Spannungen zwischen USA und China erwartet – Dax fällt wieder unter 11.000 – Öl auch schwächer

DEUTSCHLAND: – KURSVERLUSTE ERWARTET – Neue China-Sorgen dürften am Freitag auch den Anlegern am deutschen Aktienmarkt auf das Gemüt schlagen. Der Broker IG taxierte den Dax gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start 1,14 Prozent tiefer auf 10.940 Punkten und damit unter der runden Marke von 11 000 Zählern. Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners schrieb in einem aktuellen Kommentar, es sei kein positives Zeichen, dass China auf dem Volkskongress angesichts der Corona-Krise kein Wachstumsziel nennt. Zudem will China noch mehr Kontrolle über Hongkong und plant dort ein eigenes Sicherheitsgesetz. Dies dürfte auch die Spannungen zwischen den USA und China weiter verschärfen.

USA: – LEICHTE KURSVERLUSTE – Die wieder zunehmenden Spannungen zwischen den zwei weltgrößten Volkswirtschaften USA und China haben die Wall Street am Donnerstag in die Verlustzone gedrückt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial büßte 0,41 Prozent auf 24 474,12 Punkte ein, nachdem er im frühen Handel noch an seine deutlichen Vortagesgewinne angeknüpft und das Niveau von Ende April erreicht hatte.

ASIEN: – SCHWÄCHER – Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag schwächer tendiert. Die Ankündigung von Chinas Regierungschef Li Keqiang, mit einer massiven Erhöhung der Staatsausgaben gegen die Abschwächung der Konjunktur durch die Corona-Pandemie anzukämpfen, sorgte nicht für eine Stabilisierung. Der Markt wurde dadurch belastet, dass China ein eigenes Sicherheitsgesetz für Hongkong erlassen will und kein Wachstumsziel ausgab. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen fiel um 1,59 Prozent und in Hongkong notierte der Hang Seng mit einem Abschlag von 4,61 Prozent noch deutlicher im Minus. In Tokio ging es für den japanischen Leitindex Nikkei-225 um 0,68 Prozent abwärts.

Knock-Outs zum Ölpreis Brent

Kurserwartung
Ölpreis Brent -Rohstoff wird steigen
Ölpreis Brent -Rohstoff wird fallen
Höhe des Hebels
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DAX 11065,93 -1,41%

XDAX 11079,16 -1,22%

EuroSTOXX 50 2904,98 -1,27%

Stoxx50 2847,49 -0,92%

DJIA 24474,12 -0,41%

S&P 500 2948,51 -0,78%

NASDAQ 100 9377,992 -1,13

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 173,35 +0,18%

DEVISEN: – DOLLAR WIEDER STÄRKER – Der Kurs des Euro ist am Freitag gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0922 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend bei 1,0950 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag noch deutlich höher auf 1,1000 Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern haben Konjunktursorgen Währungen gestützt, die am Devisenmarkt als vergleichsweise sicher gelten. So konnte der japanische Yen am Morgen zulegen. Japans Notenbank hatte zudem neue Hilfen für eher kleinere Unternehmen des Landes auf den Weg gebracht. Auch der US-Dollar wurde stärker nachgefragt, während der Euro im Gegenzug etwas unter Druck geriet.

Die Anleger haben den Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses in China im Blick. Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten gab die Führung in Peking kein Ziel für das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt vor. Regierungschef Li Keqiang verwies auf die „großen Unsicherheiten“ hinsichtlich der Corona-Pandemie und der weltweiten Wirtschaftskrise. China sehe sich Faktoren gegenüber, „die schwer vorherzusagen sind“.

Zu den Verlierern am Devisenmarkt zählte außerdem der australische Dollar. Australiens Wirtschaft ist in hohem Maß abhängig von der konjunkturellen Entwicklung in China, einem der wichtigsten Handelspartner des Landes. Außerdem hat die Ratingagentur Fitch den Ausblick für die Bonitätsbewertung des Landes auf „negativ“ gesetzt. Damit ist in den kommenden Monaten eine Abstufung der Kreditbewertung möglich.

Euro/USD 1,09308 -0,18%

USD/Yen 107,4230 -0,17%

Euro/Yen 117,4240 -0,35%

ROHÖL: – ABWÄRTS – Die Ölpreise sind am Freitag wegen Konjunktursorgen stark gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 33,90 US-Dollar. Das waren 2,16 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,48 Dollar auf 31,44 Dollar.

Kurz vor dem Wochenende setzten Zweifel an der Erholung der Wirtschaft in China nach dem Einbruch durch die Corona-Krise die Ölpreise stark unter Druck. Die Anleger verfolgten gespannt den Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses in China. Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten hatte die Führung in Peking kein Ziel für das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt vorgegeben. Regierungschef Li Keqiang verwies auf die „großen Unsicherheiten“ hinsichtlich der Corona-Pandemie und der weltweiten Wirtschaftskrise. China sehe sich Faktoren gegenüber, „die schwer vorherzusagen sind“.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern gebe es am Ölmarkt auch die Sorge vor wieder zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China, die das jüngsten Handelsabkommen gefährden könnten. US-Präsident Donald Trump hatte Chinas Führung zuletzt erneut scharf wegen der Vorgehensweise in der Corona-Krise kritisiert. Zudem will China noch mehr Kontrolle über Hongkong und plant dort ein eigenes Sicherheitsgesetz.

Brent 34,64 -1,42 USD

WTI 32,08 -1,84 USD

UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR FMC AUF 84 (81) EUR – ‚NEUTRAL‘

CREDIT SUISSE SENKT ZIEL FÜR FRESENIUS SE AUF 50 (55) EUR – ‚NEUTRAL‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR PROSIEBENSAT.1 AUF 12,50 (9,50) EUR – ‚NEUTRAL‘

– JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR HANNOVER RÜCK AUF 137 (151) EUR – ‚HOLD‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR MORPHOSYS AUF 130 (150) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR HEIDELBERGCEMENT AUF 49 (46) EUR – ‚NEUTRAL‘

– BERENBERG STARTET NESTE OIL MIT ‚BUY‘ – ZIEL 40,50 EUR

– GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR CREDIT SUISSE AUF 13,70 (14,10) CHF – ‚BUY‘

– GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR UBS AUF 13,40 (13,60) CHF – ‚BUY‘

– JPMORGAN HEBT SECURITAS AB AUF ‚OVERWEIGHT‘ (UNDERWEIGHT) – ZIEL 130 (110) SEK

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 GBR: Burberry, Jahreszahlen

10:00 DEU: Elmos, Hauptversammlung (online)

11:00 DEU: TAG Immobilien, Hauptversammlung (online)

12:45 CHN: Alibaba Group, Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

ESP: CaixaBank, Hauptversammlung

USA: Deere & Co, Q2-Zahlen

USA: Foot Locker, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:01 DEU: Bundesfinanzministerium, Monatsbericht 05/20

01:30 JPN: Verbraucherpreise 04/20

08:00 DEU: Statistisches Landesamt zu Bauhauptgewerbe in Hessen im März 2020 (Umsatz, Auftragseingang, Beschäftigung)

13:30 EUR: EZB-Sitzungsprotokoll 30.4.20

16:30 EUR: Rede von EZB-Chefvolkswirt Lane

JPN: BoJ, außerplanmäßige Sitzung zum Kreditprogramm

EUR: Moody’s Ratingergebnis Lettland

EUR: Fitch Ratingergebnis Portugal, Island

SONSTIGE TERMINE

ARG: Frist zur Annahme des Umschuldungsangebots der argentinischen Regierung an Gläubiger läuft aus. Die hoch verschuldete Regierung in Buenos Aires will über Kredite in Höhe von 63,3 Milliarden US-Dollar (60,4 Mrd Euro) verhandeln und hat den privaten Gläubigern ein Umschuldungsangebot unterbreitet.

04:00 CHN: Auftakt der Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses mit Rechenschaftsbericht von Premier Li und Vorlage des Haushalts mit Militäretat

HINWEIS

USA: Anleihenmarkt verkürzter Handel bis 20.00 h

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

Prognose Vorwert

EUROZONE

(Keine marktbewegenden Daten erwartet.)

VEREINIGTES KÖNIGREICH

08.00 Uhr

Einzelhandelsumsätze April

Monatsvergleich -15,5 -5,1

Jahresvergleich -21,2 -5,8

USA

— keine entscheidenden Daten erwartet —

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: H-AB / shutterstock.com

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Kurs zu Ölpreis Brent Rohstoff

  • 35,00 USD
  • -1,51%
29.05.2020, 19:59, Deutsche Bank Indikation
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