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Gestiegene Zinsen bescheren Sparkassen in Hessen-Thüringen Rekordgewinn

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Berlin (Reuters) - Beflügelt von der Zinswende haben die Sparkassen in Hessen und Thüringen im vorigen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg 2023 um fast 42 Prozent auf über 1,6 Milliarden Euro, wie der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen am Dienstag mitteilte. Wie andere Institute bundesweit mussten die 48 Geldhäuser einen Einbruch im Kreditneugeschäft wegstecken. So sanken die Darlehenszusagen im Rezessionsjahr 2023 um fast 30 Prozent. Wegen der Flaute am Bau gab es bei den privaten Wohnungsbaukrediten sogar ein Minus von 45 Prozent. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft kletterte von 13 Millionen Euro auf 156 Millionen Euro, bleibt damit nach Einschätzung von Verbands-Präsident Stefan Reuß aber "noch im normalen Rahmen".

Für das laufende Jahr zeigte sich Reuß verhalten optimistisch. Mangels konjunktureller Dynamik dürften die Kredit- und Einlagenbestände in etwa stabil bleiben. "Die Jahre der hohen Bestandszuwächse sind auf absehbare Zeit erst einmal vorbei", sagte er. Auf der Ertragsseite dürften die Sparkassen beim Zinsüberschuss zwar nicht mehr die zweistelligen Steigerungsraten des vergangenen Jahres erreichen. Er sei aber zuversichtlich, dass die Institute auch 2024 wieder ein ordentliches Ergebnis erzielen würden, sagte Reuß.

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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