Zinshoffnungen schieben Dax an - Auto-Aktien profitieren von Analystenstimmen

Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung in den USA haben den Dax am Donnerstag nach oben getrieben. Der Leitindex des deutschen Aktienmarkts verbesserte sich um 0,79 Prozent auf 23.882 Punkte.
Vor allem der Dow hatte am Vorabend zugelegt und sich dem Rekordhoch vom November stark angenähert. Am Donnerstag handelten die US-Indizes nur wenig verändert. Der Markt rechnet mittlerweile fast fest mit einer weiteren Zinssenkung in den USA. Die Preise am Terminmarkt signalisieren eine 87-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Senkung.
"Rückenwind für die Wall Street kommt weiter von der Zinsseite", schrieb Stratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Schlechte Nachrichten von der Konjunktur seien derzeit gute Nachrichten für die Börsen, "da die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in der kommenden Woche noch etwas höher steigt". In der kommenden Woche entscheidet die Notenbank Fed über das Zinsniveau.
Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte lag mit 0,92 Prozent im Plus bei 29.597 Punkten. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 gewann 0,4 Prozent.
Kursgewinne bei deutschen Autowerten
Kursgewinne gab es im Autosektor. Die Bank of America hat eine positivere Haltung zur Aktie von Mercedes-Benz, diese legte um gut 4,8 Prozent zu. Die Investmentbank stufte zudem die Papiere der Porsche-Holding auf "Buy" hoch, die Anteilsscheine stiegen an der Dax-Spitze um rund sechs Prozent. Kursstützend kam hinzu, dass US-Präsident Donald Trump Vorgaben für den Kraftstoffverbrauch von Autos und leichten Nutzfahrzeugen lockern will.
Siemens Energy stiegen um 1,8 Prozent, angetrieben von einer Hochstufung auf "Overweight" durch JPMorgan. Commerzbank gewannen 1 Prozent, hier strich Goldman Sachs das Verkaufsvotum. Ein positiver Kommentar von JPMorgan ließ SAP-Aktien um 0,8 Prozent zulegen.
Die zuletzt schon gut gelaufenen Aurubis-Aktien erreichten ein weiteres Rekordhoch. Zuletzt betrug das Plus 2,3 Prozent. Analysten merkten an, dass der Dividendenvorschlag des Kupferproduzenten für das Geschäftsjahr 2024/25 die Markterwartungen übertreffe.
Unter den kleineren Titeln stiegen Formycon um 6,3 Prozent. Der Hersteller von Biopharmazeutika ist mit der international aufgestellten MS Pharma eine Vertriebspartnerschaft eingegangen.
Euro und Goldpreis kaum bewegt
Der Kurs des Euro hat sich kaum verändert. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1668 US-Dollar. Sie bewegte sich auf dem Niveau vom Morgen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1666 (Mittwoch: 1,1668) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8571 (0,8570) Euro.
Es gab nur wenige Impulse am Devisenmarkt. Besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt bewegten den Markt kaum. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche gefallen. Beobachter gehen jedoch weiterhin davon aus, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche die Leitzinsen senken wird.
Ebenfalls wenig Bewegung gab es beim Edelmetall Gold. Der Preis pendelte wie am Vortag auch um die Marke von 4.200 US-Dollar. Zuletzt kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold 4.205 US-Dollar und damit minimale 0,03 Prozent weniger als am Mittwoch. In Euro gerechnet ging es ebenfalls nur marginal nach unten.
(mit Material von dpa-AFX)



