Aktie im Fokus

DHL auf 13-Monats-Hoch - 'Vorsichtiger Ausblick schon erwartet'

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: T. Schneider/Shutterstock.com

Der Logistikkonzern DHL hat die Anleger am Donnerstag mit Zahlen und Ausblick euphorisiert. Die Aktien setzten ihren Aufwärtstrend fort: Mit einem Kurssprung auf 43,77 Euro erreichten sie schon in der ersten Handelsstunde den höchsten Stand seit 13 Monaten. Zuletzt behaupteten sie ein Plus von 10,2 Prozent auf 42,73 Euro, was immer noch für die Dax -Spitze ausreichte. Im Kielwasser von DHL zogen auch andere Branchentitel wie DSV , PostNL und Bpost etwas an.

DHL habe 2024 ein wenig besser als erwartet abgeschnitten, kommentierte ein Händler. Zudem sei der vorsichtige Ausblick bereits erwartet worden.

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Der operative Ergebnisrückgang (Ebit) im vergangenen Jahr fiel nicht ganz so stark aus, wie von Analysten befürchtet. Die überraschend gute Entwicklung im Schlussquartal sei vor allem dem Expressgeschäft zu verdanken, betonte unter anderem Cristian Nedelcu von der Schweizer Großbank UBS. In geringerem Maß dazu beigetragen hat laut Goldman-Experte Patrick Creuset das E-Commerce-Geschäft. Auch der freie Barmittelfluss fiel besser als von Experten erwartet aus.

2025 rechnet DHL nur mit einer mäßigen Erholung im Tagesgeschäft. Das Unternehmen kündigte zudem ein milliardenschweres Kostenprogramm mit konzernweiten Sparmaßnahmen an sowie den Abbau von 8.000 Jobs im deutschen Post- und Paketgeschäft.

Wie von ihr erwartet, habe der Konzern sich Jahresziele gesetzt, die er auch in einem unsicheren Geschäftsumfeld für erreichbar halte, schrieb Analystin Alexia Dogani von der US-Bank JPMorgan. Zudem sollten die zeitliche Verlängerung und Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms am Markt positiv aufgenommen werden, so Dogani weiter.

Auch Andy Chu von der Deutschen Bank hält den Ausblick des Logistikers für realistisch. Zur Barmittelentwicklung, die viele Jahre ein Negativfaktor für die Anleger gewesen sei, merkte er an, dass DHL selbst in einem schwierigen Umfeld die angepeilten 3 Milliarden Euro erreichen und einen großen Teil davon an die Aktionäre ausschütten könne. Zudem sei die Aktie nicht teuer.

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