Ölpreise nach Vortageserholung etwas tiefer - erratische US-Zollpolitik

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NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem Preissprung am Vorabend haben die Ölpreise am Donnerstagmorgen leicht nachgegeben. Am späten Mittwoch hatten die Preise sich deutlich erholt, nachdem US-Präsident Donald Trump im internationalen Handelskonflikt zurückgerudert war und bestimmte, gerade in Kraft getretene Zölle für 90 Tage ausgesetzt hatte. Gleichwohl gilt das für China explizit nicht: Für chinesische Einfuhren hob Trump den Zollsatz vielmehr noch mal an - auf insgesamt 125 Prozent.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war daraufhin von zuvor weniger als 59 US-Dollar - dem tiefsten Stand seit Anfang 2021 - auf rund 66 Dollar nach oben geschossen. Am Donnerstagmorgen kostete ein Barrel nun 64,81 Dollar. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete an Morgen 61,79 Dollar, nachdem es am Mittwoch infolge der US-Zollaussetzung von gut 55 bis auf rund 63 Dollar hochgeschnellt war.

Das erratische Handeln der US-Regierung in der Zollpolitik bleibt allerdings ein Unsicherheitsfaktor; Konjunkturängste bleiben bestehen - zumal die Zeichen im Handelskrieg zwischen den USA und China alles andere als auf Entspannung stehen. So hatten vor gut einer Woche - kurz vor dem Start der aktuellen Runde des US-Zollkriegs gegen große Teile der Welt - Brent-Öl und Crude-Öl noch rund 75 respektive rund 70 Dollar gekostet./mis/nas

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