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Wall Street signalisiert weiteren Aufwärtskurs - Trump spricht Handels-Deal an

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Die Aussicht auf ein "bedeutendes" Handelsabkommen mit einem "großen und hoch angesehenen Land" kommt am Donnerstag an der Wall Street gut an. Nach diesem nebulösen Versprechen des US-Präsidenten Trump zeichnet sich im Dow Jones Industrial mit einem Wochenhoch die Fortsetzung der jüngsten Erholungsjagd ab. Beim Broker IG stieg die Indikation für den US-Leitindex zeitweise über 41.500 Punkte und damit an die exponentiell berechnete Durchschnittslinie der vergangenen 200 Tage. Sie ist ein viel beachteter Indikator für den langfristigen Trend.

Bei 41.430 Punkten zeichnete sich rund anderthalb Stunden vor dem Handelsstart zuletzt noch ein Zuwachs von 0,8 Prozent ab. Noch stärker aufwärtsgehen dürfte es für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100, den IG 1,3 Prozent höher bei 20.120 Punkten sieht. Hier freuen sich die Anleger, dass die Trump-Regierung die unter dem Vorgänger Joe Biden beschlossenen Einschränkungen für den Export von KI-Technologie nicht in Kraft treten lassen wird. Für KI-Schwergewichte wie Nvidia eine gute Nachricht.

Fed senkt Zinsen nicht - trotz Trumps Forderungen

Derweil gibt es beim Vortagesthema China-Entspannung keine positiveren Vorzeichen. Trump lehnt eine Reduzierung der Zölle in Höhe von 145 Prozent auf chinesische Waren vor ersten Gesprächen mit Peking an diesem Wochenende ab. Dass die beiden Handelskontrahenten überhaupt hochrangig miteinander sprechen, hatte tags zuvor nach schwachem Wochenstart wieder für Kursgewinne gesorgt.

Den Schwung gebremst hatte am Vorabend schon allerdings die US-Notenbank. Die Fed hielt den Leitzins auf hohem Niveau stabil und folgte damit nicht Trumps Ruf nach Lockerungen. Er hatte zuletzt sogar verbal unter der Gürtellinie gegen Fed-Chef Jerome Powell ausgeteilt, war dann allerdings wieder etwas zurückgerudert. Laut dem Analysten Jochen Stanzl von CMC Markets hat Powell Trump die Grenzen aufgezeigt.

"Dass die Fed gestern Abend die Zinsen nicht gesenkt hat, war weder eine Überraschung noch ein Beweis von Starrköpfigkeit, sondern eine sorgfältig abgewogene Reaktion auf die aktuellen Konjunktur- und Inflationsdaten", so Stanzl. "Die Notenbank agiert nach ihrem Mandat, Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu fördern, nicht nach politischen Launen."

Pharma-Werte vorbörslich im Blick

Trumps Launen könnten am Donnerstag auch die Pharmabranche bewegen. Vorbörslich gab es jedenfalls leichte Verluste, nachdem das Magazin "Politico" berichtete, dass die vergleichsweise hohen Behandlungskosten in den USA wieder auf Trumps aktueller Agenda stünden.

Derweil sind Werte mit Bezug zu Kryptowährungen gefragt. Denn der Bitcoin steuert erstmals seit Februar wieder auf die Marke von 100.000 Dollar zu. Auch andere Kryptowährungen wie etwa Ethereum, Solana oder XRP zogen an.

Die Aktien von Applovin sprangen vorbörslich um bis zu 16 Prozent an. Der Anbieter von umfangreichen Services für App-Anbieter überzeugte mit Zahlen und Ausblick. Dies gelang Fortinet, Anbieter von IT-Sicherheit, nicht. Die Aktien rauschten vorbörslich nach unten.

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