Investitionen statt Zoll - VW setzt auf Deal mit Trump

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WOLFSBURG (dpa-AFX) - Im Ringen um US-Zölle plant Volkswagen eine direkte Vereinbarung mit der US-Regierung. Sobald es einen Deal zwischen den USA und der EU gebe, wolle Volkswagen darauf aufsetzen und noch einen spezifischen Deal machen für Volkswagen-Konzern, sagte Vorstandchef Oliver bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Wolfsburg. Statt Zöllen wolle VW den USA direkte Investitionen in Milliarden-Höhe anbieten.

Die Idee: Für jeden Dollar, den VW in den USA investiere, werde ein Dollar an Zöllen erlassen. Das Konzept habe man dem Handelsministerium bereits vorgestellt. Die erste Resonanz sei dort sehr positiv gewesen. "Auch sind unsere Ideen schon dem Präsidenten vorgestellt worden."

Voraussetzung für einen Sonderdeal sei aber eine Einigung zwischen EU und den USA, betonte Blume: "Die Schriftfolge ist aber klar: Erst EU-US-Deal und dann werden wir als Unternehmen die Initiative ergreifen." Daher lasse man die eigenen Verhandlungen derzeit ruhen. "Eine klare Maßgabe war, dass erst ein Deal zwischen den USA und Europa stattfinden muss und sobald dieser steht, werden wir dann die Gespräche wieder aufnehmen."

Eigenes Audi-Werk im Gespräch

Blume sprach von Investitionen in zweistelliger Milliarden-Dollar-Höhe, die VW anbieten könne. Dabei gehe es etwa um die neue US-Marke Scout, um das Software-Projekt mit Rivian , "aber auch Investitionen für Volkswagen und Audi", so Blume. Denkbar sei dabei auch ein eigenes Audi-Werk in den USA.

Von einem solchen Abschluss würden am Ende beide Seiten profitieren, so Blume. "Für uns zahlt das ein auf unseren Wachstumskurs in den USA, und den Amerikanern bietet es positive Impulse in Bezug auf die Entwicklung ihrer Wirtschaft." Denn Investitionen würden in den USA Arbeitsplätze schaffen und neue Lieferantennetzwerke aufbauen. "Insofern ist das ein attraktives Paket, das wir dort anzubieten haben."/fjo/DP/men

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