Nvidia-Rivale AMD verbucht Rekordumsatz - Aktie fällt nachbörslich dennoch

Der Chiphersteller und Nvidia-Rivale AMD hat am Dienstagabend Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Dabei verkündete der Konzern, mit 9,2 Milliarden US-Dollar den höchsten Quartalsumsatz jemals erlöst zu haben.
Beim Gewinn allerdings blieb AMD hinter den Erwartungen zurück. Unterm Strich blieben vom Umsatz rund 1,2 Milliarden Dollar Gewinn, je Aktie blieb damit ein Profit von 75 US-Cents (nach GAAP-Standard) und ein adjustierter Gewinn von 1,20 US-Dollar je Aktie.
Die von Bloomberg bereitgestellte Konsensschätzung der Analysten für den Gewinn hatte bei 1,17 Dollar gelegen. Die Umsatzprognosen wiederum betrugen 8,7 Milliarden Dollar. AMD hat also vor allem beim Umsatz mehr geliefert als erwartet.
Dennoch schwächelte die Aktie nachbörslich merklich und verlor rund drei Prozent. Im regulären Handel in den USA hatte das Papier in einem trüben Marktumfeld bereits 3,7 Prozent verloren. Vorige Woche erst hatte der Kurs mit fast 270 Dollar einen neuen Rekord erreicht.
AMD-Aktie holt langsam zu anderen KI-Profiteuren auf
Der gut 400 Milliarden US-Dollar schwere Konzern galt lange als zweite Wahl nach Nvidia. An der Rally der Chip-Aktien im Boom rund um KI nahm AMD zunächst nicht teil, obwohl der Konzern wie Nvidia auch auf Grafikprozessoren spezialisiert ist, welche vor dem Aufkommen maßgeschneiderter KI-Chips für das Training der Modelle genutzt wurden.
Seit kurzem aber stößt AMD aggressiv in den Bereich vor. So vereinbarte der Konzern beispielsweise Anfang Oktober eine Partnerschaft mit OpenAI, um dem ChatGPT-Konzern neue Chips zu liefern.
Die Aktie ist daher seit geraumer Zeit auf Aufholjagd. Auf Jahressicht hat sich die AMD-Aktie bislang verdoppelt, während Nvidias Papier etwas weniger als 50 Prozent im Wert zulegte. Auf längere Sicht aber bleibt Nvidia klar vorne, was die Kursgewinne angeht.



